Telekommunikation

USA gehen gegen chinesischen Telekom-Ausrüster ZTE vor

Die USA werfen dem Telekomausrüster ZTE den Bruch von Sanktionen gegen den Iran vor und planen empfindliche Exportbeschränkungen.

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China hat die geplanten Exportbeschränkungen der USA gegen den heimischen Telekomausrüster ZTE kritisiert. Ein Sprecher des Außenministeriums in Peking erklärte am Montag, die US-Regierung dürfe nicht unter Verweis auf US-amerikanische Gesetze Strafmaßnahmen gegen chinesische Unternehmen erlassen.

Die USA sollten den Vorgang stoppen "und vermeiden, dass die chinesisch-amerikanische Zusammenarbeit beim Handel und die bilateralen Beziehungen Schaden nehmen". Die USA gehen nach einer Mitteilung des Washingtoner Handelsministeriums gegen ZTE vor, weil sich das Unternehmen nicht an US-amerikanische Sanktionen gegen den Iran gehalten habe. ZTE ist einer der größten Telekomausrüster weltweit.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte zuvor von den Plänen des US-Ministeriums erfahren. So müssen Firmen künftig weltweit eine Lizenz beantragen, wenn sie in den USA gefertigte Ausrüstung oder Komponenten an den chinesischen Konzern liefern wollen. Betroffen sind auch zwei Tochterunternehmen in China sowie eine Firma im Iran. ZTE erklärte, man suche dringend mit allen betroffenen Parteien das Gespräch.

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Laut dem US-Handelsministerium kann das Unternehmen Einspruch gegen die Auflagen einlegen, die von Dienstag an gelten sollen. Die Auswirkungen auf die Telekomindustrie waren zunächst unklar. Zu den strategischen Partnern von ZTE gehören Microsoft, Intel und IBM.

In Fernost waren ZTE-Aktien Anfang der Woche vom Handel ausgesetzt. In den USA notierten die Papiere im dünnen Handel fester. (APA/Reuters)

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