Steuertipp

Update Steuern

Für bestimmte prämienbegünstigte Aufwendungen für Forschung und experimentelle Entwicklung können Unternehmer mit betrieblichen Einkünften, unabhängig von ihrer jeweiligen Rechtsform, eine Forschungsprämie in Anspruch nehmen.

Steuertipp Moore Stephens City Treuhand Roland Neugebauer

Die Höhe der Forschungsprämie beträgt derzeit noch 12 Prozent der prämienbegünstigten Forschungsaufwendungen. Für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2017 beginnen, kommt es zu einer Erhöhung auf 14 Prozent.

Die Forschungsprämie ist in einer Beilage zur Steuererklärung geltend zu machen.

Zu beachten ist, dass die steuerliche Prämienbegünstigung sowohl die eigenbetriebliche Forschung als auch in Auftrag gegebene Forschung (sog. Auftragsforschung) umfasst. Diese Unterscheidung ist insofern wesentlich, da zum Teil unterschiedliche Voraussetzungen für die Inanspruchnahme der Forschungsprämie vorgesehen sind.

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Zum Beispiel ist die Forschungsprämie bei Auftragsforschung, im Gegensatz zur eigenbetrieblichen Forschung, nur für Aufwendungen in Höhe von höchstens einer Million Euro pro Wirtschaftsjahr zulässig. Anstelle des Gutachtens der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) hat der Steuerpflichtige, anlässlich der Antragstellung, jedes in Auftrag gegebene Forschungsprojekt nach bestimmten Kriterien zu beschreiben und dem Auftragnehmer bekannt
zugeben.

Bei Vorliegen sämtlicher Voraussetzungen wird die Forschungsprämie dem Abgabenkonto gutgeschrieben, wobei die Prämie keine Betriebseinnahme darstellt und somit zu keiner Steuerpflicht führt.