Österreich

Unternehmensberater Kienbaum: Löhne in Österreich steigen real um weniger als ein Prozent

Die Beraterfirma Kienbaum erwartet für Österreich im kommenden Jahr einen Lohnanstieg um nicht einmal einen Prozent.

Das wäre den Metaller-Arbeitnehmervertretern, die derzeit in den KV-Verhandlungen ein Lohn-/Gehaltsplus von 5 Prozent fordern, zu wenig: Die internationale Personal- und Managementberatungsfirma Kienbaum prognostiziert für Österreich im kommenden Jahr einen durchschnittlichen Anstieg der Gehälter von nominal 2,3 Prozent. Real, also inflationsbereinigt, wird nur ein Plus von 0,9 Prozent erwartet.

"Gute Erfolgsaussichten bei ihren Gehaltsverhandlungen haben 2019 besonders die Fachkräfte", so Alfred Berger, Leiter des Bereichs Compensation & Performance Management bei Kienbaum Wien.

In Europa zeigen die prognostizierten Gehaltssteigerungen (nominal) nach Hierarchieebene deutliche Unterschiede: In Deutschland und Polen werden bei den Spezialisten und Fachkräften die stärksten Gehaltssteigerungen von 3,3 Prozent bzw. 4,0 Prozent erwartet.

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In Österreich sollen ihre Gehälter im Schnitt um 3,7 Prozent steigen. Auf die geringsten Steigerungen dürfen Schweizer Fachkräfte mit 1,3 Prozent hoffen. In der mittleren Managementebene sind in Polen (3,7 Prozent), Österreich (3,0 Prozent) und Deutschland (2,8 Prozent) die stärksten Gehaltserhöhungen zu erwarten.

Auf der Vorstandsebene werden für Deutschland und Polen die höchsten Gehaltszuwächse mit 3,5 und 3,6 Prozent prognostiziert, für Österreich 3,2 Prozent. Auch hier bildet die Schweiz mit 1,3 Prozent erwarteter Steigerung das Schlusslicht in der aktuellen Kienbaum-Gehaltsentwicklungsprognose. (apa/red)

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