Personalia

UNO-Industrieagentur nominiert neuen Chef

Der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller tritt bei der Wahl um die Leitung der UNO-Organisation für Industrielle Entwicklung (UNIDO) gegen Kandidaten aus Äthiopien und Bolivien an.

Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Deutschland)

Das aus 53 Staaten bestehende Lenkungsgremium der UNIDO kam am Montag zusammen, um einen Kandidaten zu nominieren, der dann im November von der Vollversammlung aller Mitgliedstaaten offiziell bestellt wird. Es könnte einige Tage dauern, bis das Lenkungsgremium zu einer Entscheidung kommt.

Der 1966 gegründeten UNIDO gehören 170 Staaten an. Die Organisation mit Sitz in Wien kümmert sich um die industrielle Entwicklung in ärmeren Ländern und hat dabei Armutsbekämpfung und Nachhaltigkeit im Blick. Sie wird seit 2013 von dem Chinesen Li Yong geleitet.

Im September hatte der CSU-Politiker Müller angekündigt, 2021 nicht mehr für den Bundestag zu kandidieren. Die Europäische Union unterstützt sein Antreten bei der UNIDO. Die Afrikanische Union (AU) schickt Arkebe Oqubay ins Rennen. Er ist hochrangiger Wirtschaftsberater des äthiopischen Ministerpräsidenten Abiy Ahmed. Der bolivianische Kandidat Bernardo Calzadilla Sarmiento führt derzeit die UNIDO-Abteilung für Digitalisierung, Technologie und Agrarwirtschaft. (apa/dpa)