Corona-Strategien

Universal-Robots-Chef Schmid: „Allmählich breitere Akzeptanz“

Helmut Schmid, Westeuropa-Chef des Robotikherstellers Universal Robots, erklärt, warum das Geschäft mit Cloud-vernetzten, remote gesteuerten Robotern nach Corona endlich anziehen dürfte - die Gründe dafür aber nicht in der Pandemie selbst zu suchen sind.

Von
Cobots Automatisierung Industrieelektronik Helmut Schmid

Herr Schmid, die durchaus herausfordernden Wochen der Corona-Pandemie scheinen immerhin dazu gemacht, Remote-Systeme zur Steuerung und Wartung von Robotern jetzt großflächig zu etablieren. Ist diese Einschätzung richtig

Schmid 
Viele Unternehmen fuhren ihre Produktion bewusst herunter. Maschinen, die nicht laufen, brauchen keine Wartung. Somit dürfte der Einsatz nur allmählich in einer breiteren Akzeptanz dieser Technologie münden, ähnlich wie in der Vergangenheit bei Cloud-Anwendungen: Hier erkannten auch nur einige wenige frühzeitig das Potenzial.

Das heißt, die Cloud-Skepsis weicht auch trotz Corona nur langsam?

Schmid Wir müssen Überzeugungsarbeit leisten. Aus Sorge um den Datenschutz und aus Furcht vor Manipulationen und unberechtigten Zugriffen schotten viele ihre Netzwerke komplett ab. Service und höchste Sicherheitsstandards schließen einander jedoch nicht aus.

Die Fernwartung wird also vorerst länger eine frei wählbare Option bleiben?

Schmid „Zugriffe per Remote-System waren bei uns schon vor der Corona-Krise ein Thema, das insbesondere die Integratoren in unserem Partner-Netzwerk vorantreiben. Wir bieten diese als Option an. Und hoffen, dass sie noch mehr Anwender findet. Sie bietet uns allen Vorteile.

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Vielen Dank für das Gespräch!

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