Energiekonzerne

Uniper verkauft Konzerntöchter in Frankreich an Milliardär Daniel Kretinsky

Der deutsche Energiekonzern Uniper fixiert den Verkauf seiner Aktivitäten in Frankreich an den tschechischen Versorger EPH, der mehrheitlich dem Milliardär Daniel Kretinsky gehört. Der von RWE abgespaltene Konzern Uniper trennt sich damit von einem Teil seiner eigenen Firmengeschichte.

Der deutsche Energiekonzern Uniper hat den Verkauf seiner Aktivitäten in Frankreich an den tschechischen Versorger EPH um den tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky unter Dach und Fach gebracht. Die Vereinbarungen seien unterzeichnet worden, teilte der Konzern mit. Die erforderlichen Genehmigungen lägen vor.

EPH hatte Uniper Ende vergangenen Jahres ein Angebot für das Geschäft vorgelegt. Hierzu gehören das französische Vertriebsgeschäft von Uniper, fünf Gas-, Steinkohle- und Biomasse-Kraftwerke sowie Wind- und Solarstromanlagen. Einen Kaufpreis nannten die Firmen nicht.

Uniper hatte wegen der Anti-Kohle-Politik der Regierung in Paris eine strategische Prüfung des Frankreich-Geschäfts angekündigt. "Wir freuen uns einerseits natürlich über den erfolgreichen Abschluss dieser Verhandlungen", sagte Vorstandsmitglied Eckhardt Rümmler. "Auf der anderen Seite trennen wir uns von über 500 qualifizierten Mitarbeitern und einem Teil unserer Unternehmensgeschichte." Die von der französischen Regierung beschlossene Schließung der beiden Kohlekraftwerke Unipers lange vor ihrem technischen Laufzeitende habe jedoch das gesamte Geschäft in Mitleidenschaft gezogen. (reuters/apa/red)