"Neue Seidenstraße"

Ungarns Regierung stoppt Bahnbau Budapest-Belgrad

Mit Geld aus China wollte Ungarn die Bahnstrecke von Budapest nach Belgrad modernisieren - jetzt ist das Projekt gestoppt. Hier die Details.

Die Modernisierung des ungarischen Abschnittes der Bahnstrecke Budapest-Belgrad mittels chinesischer Finanzierung wird vorerst ausgesetzt, da kein Anbieter bereit war, den Bauauftrag zu den von der Regierung in Budapest veranschlagten Kosten durchzuführen.

Diese Kosten waren im Mai noch mit 578 Mrd. Forint (1,79 Mrd. Euro) veranschlagt worden, das billigste Angebot nach Abschluss der Auftragsausschreibung lautete aber auf 693 Mrd. Forint. Da die Regierung die Mehrkosten nicht akzeptieren wollte, soll der Bauauftrag nun neu ausgeschrieben werden.

Die Modernisierung der Bahnstrecke zwischen Budapest und Kelebia soll nun voraussichtlich erst ab 2020 erfolgen. Von den 30 Interessenten bei der Ausschreibung hätten zwei chinesisch-ungarische Konsortien gültige Angebote abgegeben, heißt es in dem Bericht. Bei einem Gipfeltreffen in Budapest im November 2017 hatten Ungarn und China eine Vereinbarung über den Ausbau der Bahnstrecke unterzeichnet. Das Projekt ist Teil des von China initiierten Infrastruktur-Netzes "One Belt, One Road" (auch als "Neue Seidenstraße" bekannt), das den Gütertransport von China über Mittel- nach Westeuropa beschleunigen soll. (apa/red)

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