Zulieferindustrie

Unerwartet starke Einmalkosten bei FACC

Das Ergebnis des oberösterreichischen Luftfahrtzulieferers fällt im zweiten Quartal unerwartet niedrig aus und sorgt für einen Einbruch beim Aktienkurs. Für das gesamte Geschäftsjahr werde die aktuelle Entwicklung aber keine Auswirkung haben, betont FACC.

Der börsennotierte oberösterreichische Luftfahrtzulieferer FACC hat im zweiten Quartal 2018/19 zwar seinen Umsatz planmäßig um 3 Prozent auf 180 Mio. Euro gesteigert, das Betriebsergebnis (EBIT) fällt mit 8,7 Mio. Euro jedoch niedriger aus als erwartet. Im Vorjahr betrug das um Sondereffekte bereinigte EBIT 11,3 Mio. Euro.

Höhere Einmalkosten

Die Einführung neuer Kabinenkonfigurationen im Interior-Bereich und damit verbundene Einmalkosten hätten sich vor allem im zweiten Quartal 2018/19 negativ auf das Ergebnis ausgewirkt so FACC. Die Veröffentlichung der vollständigen Quartalsergebnisse ist für den 15. Oktober 2018 geplant.

Prognose für Gesamtjahr bleibt unverändert

Für das gesamte Geschäftsjahr 2018/19 werde diese unterjährige Entwicklung keine Auswirkung haben, daher bestätigt die FACC den Ausblick für das Gesamtjahr. Der Umsatz soll planmäßig moderat ansteigen und wird in einer Bandbreite von 760 - 770 Mio. Euro erwartet. Das operative Ergebnis soll sich überproportional erhöhen und zwischen 52 und 55 Mio. Euro betragen. Die Veröffentlichung des Quartalsergebnisses ist für den 15. Oktober 2018 geplant.

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Einbruch an der Börse

Als Reaktion auf die Veröffentlichung der Zahlen sind die Aktien von FACC an der Wiener Börse abgestürzt. Im Eröffnungshandel lagen sie 8,25 Prozent im Minus und standen damit bei 17,58 Euro. Der ATX notierte ebenfalls klar tiefer und verlor 0,81 Prozent. (apa/red)

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