Energie

Umstrittene Gaspipeline: Bau von Nord Stream 2 kommt schnell voran

Das russische Großprojekt unter Beteiligung der OMV kommt trotz der Gegenwehr aus den USA und Osteuropa schnell voran - derzeit sind schon 100 Kilometer der Röhre auf dem Grund der Ostsee verlegt.

Ungeachtet der internationalen politischen Querelen geht der Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 zügig voran. Inzwischen sind laut Unternehmenssprecher Steffen Ebert alleine im deutschen Teil der Ostsee rund 100 Kilometer der 1.230 Kilometer langen Pipeline verlegt worden. Die Verlegearbeit erfolgt an mehreren Stellen gleichzeitig, rund 30 Schiffe beteiligen sich an den Bauarbeiten in der Ostsee.

Von Ende 2019 an soll russisches Gas bis ins vorpommersche Lubmin gepumpt werden. Durch Nord Stream 1 fließt bereits seit 2011 Gas nach Deutschland.

Gegenwehr aus den USA und von Osteuropa

Das 9,5-Milliarden-Euro-Projekt, das vom russischen Energiekonzern Gazprom geleitet wird, wird in Teilen Europas und den USA kritisiert. So fürchtet die Ukraine um ihre einträgliche Rolle als Transitland für den Gastransport nach Westeuropa. Polen und die baltischen Staaten warnen vor einer wachsenden Abhängigkeit vom russischen Gas.

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Auch US-Präsident Donald Trump kritisiert eine zu enge Verflechtung von Deutschland und Russland und droht mit Sanktionen. (dpa/apa/red)

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