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Umstellung auf WLTP drückt auf Absatz von Mercedes-Benz

Der Absatz der wichtigsten Marke von Daimler ist im August erneut gesunken. Wegen mehrerer Modellwechsel, aber auch Verzögerungen beim neuen Mess-Standard WLTP gingen die Verkäufe um 8,5 Prozent zurück.

Automobilindustrie Daimler Mercedes-Benz Ergebnisse WLTP

Modellwechsel und Verzögerungen bei der Zertifizierung von Fahrzeugen haben der Pkw-Sparte Mercedes-Benz des deutschen Autobauers Daimler im August den dritten Monat in Folge einen Absatzrückgang eingebrockt. Die Marke mit dem Stern verkaufte knapp 156.000 Fahrzeuge, das waren um 8,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Von Jänner bis August sei der Absatz hingegen um 1,1 Prozent auf 1,51 Millionen Pkw gestiegen, teilte der Stuttgarter Autobauer mit. Die Marke von 1,5 Millionen Auslieferungen sei damit so früh im Jahr wie noch nie erreicht worden, erklärte Mercedes-Vertriebschefin Britta Seeger.

Verzögerungen wegen WLTP

Bei der Zertifizierung neuer Modelle habe Mercedes Priorität auf den seit September in Europa geltenden neuen Standard für Abgas- und Verbrauchsmessungen WLTP gelegt, erklärte eine Unternehmenssprecherin. Die Modellpalette in Europa sei jetzt zwar komplett danach zugelassen, doch sei es dadurch zu Verzögerungen bei Zertifizierungen an anderen Märkten gekommen.

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"Wir gehen davon aus, dass sich das im vierten Quartal wieder normalisiert. Die Nachfrage weltweit ist unverändert hoch." Neben einem Modellwechsel bei den Kompaktwagen A- oder C-Klasse dämpften außerdem die Importzölle Chinas auf Autos aus den USA die Nachfrage, was zum Beispiel das SUV-Modell GLE betrifft.

Absatz  in China steigt weiter

In Europa beschleunigte sich der seit April anhaltende Absatzrückgang auf 10,7 Prozent im August. In den USA rollten fast ein Fünftel Mercedes-Pkw weniger als vor Jahresfrist zu den Kunden. Von den großen Märkten hielt sich allein China im Plus, der Zuwachs belief sich im August auf 5,5 Prozent. (reuters/apa/red)

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