Zulieferindustrie

Umstellung auf WLTP belastet Polytec weiterhin

Heimischen Zulieferern macht die Umstellung auf den neuen Mess-Standard WLTP weiterhin zu schaffen. So meldet der oberösterreichische Hersteller Polytec "erhebliche Abrufkürzungen und Umsatzeinbußen" für das erste Quartal.

Dem börsennotierten oberösterreichischen Autozulieferer Polytec hat auch heuer zu Jahresbeginn noch die Umstellung auf den neuen Abgas- und Verbrauchsstandard WLTP vom Vorjahr zu schaffen gemacht. Das habe zu erheblichen Abrufkürzungen und Umsatzeinbußen im Bereich Pkw geführt, die auch im ersten Quartal 2019 zu verzeichnen gewesen seien, erklärte Polytec.

Der Konzernumsatz reduzierte sich binnen Jahresfrist um 4,9 Prozent auf 161,3 Mio. Euro. Das Konzernergebnis nach Steuern (Nettogewinn) sank auf 6,1 (10,6) Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verringerte sich auf 17,7 (21,1) Mio. Euro, die EBITDA-Marge bildete sich auf 11,0 (12,4) Prozent zurück. Das Betriebsergebnis (EBIT) ging auf 9,1 (14,6) Mio. Euro zurück, die EBIT-Marge auf 5,7 (8,6) Prozent.

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Im Segment Pkw, dem mit 57,4 (64,8) Prozent umsatzstärksten Bereich, reduzierte sich der Umsatz deutlich um 15,8 Prozent auf 92,5 (109,8) Mio. Euro. Bei Nutzfahrzeugen (32,3 Prozent Anteil nach 26,0 Prozent ein Jahr davor) stieg er dagegen um 18,4 Prozent auf 52,1 (44,9) Mio. Euro. Der Bereich Non-Automotive wuchs um 6,4 Prozent auf 16,7 (15,7) Mio. Euro.

Seitwärtsbewegung für heuer erwartet

Für das Jahr 2019 geht das Polytec-Management "aus heutiger Sicht weiterhin von einem Konzernumsatz und einem EBIT auf dem Niveau des Jahres 2018 aus", heißt es im Ausblick. Das Erreichen dieses Ausblicks hänge aber maßgeblich von erfolgreichen Verhandlungen über bestehende Forderungen gegenüber Kunden ab, "die im Wesentlichen durch WLTP-bedingte Umsatzausfälle sowie erhöhte Materialpreise verursacht wurden und werden". Zudem seien auch Effekte des möglichen Brexit für die Zielerreichung maßgeblich. (apa/red)

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