Robotik

Umsatzeinbrüche beim Roboterbauer Kuka

Der inzwischen zum chinesischen Konzern Midea gehörende deutsche Roboterkonzern Kuka meldet für das erste Halbjahr einen Umsatzeinbruch und einen Verlust von rund 81 Mio. Euro. Für das laufende Jahr erwartet der Branchenverband im Robotik-Markt einen Rückgang um ein Fünftel.

Der deutsche Roboterhersteller Kuka hat im ersten Halbjahr wegen der Coronakrise unterm Strich einen Verlust von 80,6 Mio. Euro verbuchen müssen. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern mit Sitz in Augsburg noch einen Überschuss von rund 35 Mio. Euro verzeichnet. Bereits im ersten Quartal war Kuka in die roten Zahlen getuscht.

Das Geschäft sei in allen Bereichen des Unternehmens rückläufig gewesen, berichtete Kuka. Für das laufende Jahr habe der Branchenverband einen Rückgang um ein Fünftel im Robotik-Markt prognostiziert. Auch für das Gesamtjahr rechnet Kuka daher mit einem Gewinnminus, detaillierte Ziele nennt das Unternehmen weiter nicht.

"Automatisierung als möglicher Gewinner der Coronakrise"

Im ersten Halbjahr brachen die Umsätze um etwa ein Viertel auf 1,54 Mrd. Euro ein, die Auftragseingänge gingen um fast ein Drittel auf 1,81 Mrd. Euro zurück. Kuka hofft aber auch, von der Pandemie längerfristig profitieren zu können, weil die eigenen Produkte künftig eventuell stärker nachgefragt würden. "Automatisierung kann als Gewinner aus dieser Krise hervorgehen und in allen Regionen an Bedeutung gewinnen", sagte Vorstandschef Peter Mohnen. (dpa/apa/red)

Verwandte tecfindr-Einträge