Maschinenbau

Umsatz eingebüßt: Petro Welt Technologies mit einem Drittel Verlust

Der österreichische Öldienstleister leidet unter dem Einbruch des russischen Fracturing-Marktes. Wie es nach den Umsatzeinbußen weitergehen soll.

Der börsennotierte Ölfeld-Dienstleister Petro Welt Technologies (PeWeTe, früher C.A.T. Oil) hat im ersten Halbjahr 2021 fast ein Drittel seines Umsatzes eingebüßt, der Gewinn ist vollständig weggeschmolzen. Wegen des Einbruchs des russischen Fracturing-Marktes brach der Umsatz um 31,2 Prozent auf 105,9 Mio. Euro ein. Während Petro Welt im ersten Halbjahr 2020 noch 14,5 Mio. Euro verdient hatte, war das Ergebnis vor Steuern nun sogar mit 85.000 Euro leicht negativ.

Der Umsatzeinbruch war teilweise auch wechselkursbedingt, in Rubeln betrug der Rückgang 19,4 Prozent, wie das Unternehmen mitteilte. Das Betriebsergebnis (EBIT) war nach sechs Monaten mit 0,1 Mio. Euro (nach 13 Mio. Euro) nur noch knapp positiv. Das EBITDA der Gruppe halbierte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 13,7 Mio. Euro.

Die Liquidität, bestehend aus Bankguthaben, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, belief sich zum 30. Juni 2021 auf 125,7 Mio. Euro und war damit um 8,7 Prozent höher als zum 31. Dezember 2020.

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Der geänderte Ausblick des Unternehmens für 2021 schätzt die Umsatzerlöse auf der Grundlage eines durchschnittlichen Wechselkurses von 86,0 Rubel pro Euro auf eine Spanne von 231,0 Mio. bis 241,0 Mio. Euro (frühere Schätzung: 233,1 Mio. bis 240,9 Mio. Euro, basierend auf einem Wechselkurs von 92,0 Rubel pro Euro). Die Abschwächung des Abkommens der OPEC+ dürfte ab August 2021 einen Anstieg der weltweiten Ölproduktion ermöglichen, und die Aufwertung des Rubel werde sich voraussichtlich positiv auf die Ergebnisse des zweiten Halbjahres auswirken, so die Erwartung. Die EBITDA-Marge wird erwartungsgemäß im gesamten Jahr 2021 zwischen 13,0 Prozent und 15,5 Prozent liegen (frühere Schätzung: 16,0 bis 16,6 Prozent).

Auch Schoeller-Bleckmann Oilfield (SBO) von Krise stark getroffen

Der österreichische Ölfeldausrüster SBO hat sich im ersten Halbjahr 2021 weiter vom coronabedingten Auftragseinbruch erholt. Der Umsatz steigt zwar seit mehreren Quartalen kontinuierlich, liegt aber noch deutlich unter dem Vorkrisenniveau - dennoch macht SBO jetzt wieder Gewinn. CEO Gerald Grohmann erwartet, dass die Öl- und Gasförderer ihre Investitionen im kommenden Jahr wieder kräftig hochfahren werden.

>> SBO-Chef: "2021 ist ein Brückenjahr, 2022 bringt Normalität"

"Das Halbjahresergebnis hat zwar noch einen etwas geringeren Umsatz als das vorjährige Halbjahr, aber doch schon deutlich in die Gewinnzone gedreht", sagte Grohmann am Donnerstag zur APA. "Und das ist insofern erfreulich, als ja das erste Quartal 2020 noch ein ganz normales, sehr starkes Quartal war und die Covid-Welle uns und die ganze Industrie erst im zweiten Quartal voll getroffen hat." (apa/red)