Waffen

Umsatz bei Glock geht um ein Drittel zurück - wegen Trump

Der österreichische Waffenhersteller Glock macht einen großen Teil seiner Umsätze in den USA - und dort gehen ausgerechnet wegen Donald Trump die Verkäufe stark zurück.

Der österreichischen Waffenproduzent Glock mit Sitz in Ferlach in Kärnten und Deutsch-Wagram in NÖ hat nach Jahren mit ständigen Zuwächsen im Jahr 2017 deutlich weniger verdient. Der Umsatz von Glock ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um 35 Prozent auf 464 Mio. Euro zurückgegangen, schreibt der "Kurier". Der Jahresgewinn brach um 58 Prozent auf 68 Mio. Euro ein.

In den USA kauft niemand mehr "auf Vorrat"

Hohe Lagerbestände bei den Händlern und eine extrem aggressive Preis- und Promotionspolitik vieler Konkurrenten hätten zu den Rückgängen beigetragen, schreibt der "Kurier" mit Verweis auf den Jahresabschluss von Glock. Da der österreichische Waffenproduzent einen großen Anteil seines Umsatzes in US-Dollar macht, habe es auch den im Jahresverlauf stärker werdenden Euro zu spüren bekommen.

Als Trump an die Macht gekommen sei, habe die Waffenlobby gejubelt, sagte Robert Siegert, Vorsitzender des Fachverbands der österreichischen Waffenhändler, gegenüber der Zeitung. Sein Bekenntnis zu Waffen ließ die Umsätze einbrechen, weil sich kaum noch jemand aus Angst vor schärferen Waffengesetzen auf Vorrat bewaffnete.

White Paper zum Thema

Glock: Weltmarktführer bei Behörden-Pistolen

Die Firma wurde 1963 von Gaston Glock gegründet. Glock ist Weltmarktführer bei Behörden-Pistolen und gehört zu den größten Pistolenherstellern weltweit. Die Zahl der in Österreich produzierten Waffen, die in den USA verkauft werden, hat sich in wenigen Jahren verdoppelt, schrieb kürzlich der "Standard". In Österreich gebe es mit Glock nur einen Konzern, der in industrieller Dimension Pistolen erzeugt. (apa/red)