Forum Alpbach

Umfrage zu Robotern: Je persönlicher es wird, desto stärker die Ablehnung

Österreicher haben eine sehr zwiespältige Meinung zu Robotern: Erstaunliche zehn Prozent würden ihre eigenen Kinder einem Roboter anvertrauen. Gleichzeitig zeigt sich mehr als jeder zweite Befragte "besorgt" oder sogar "verärgert" rund um das Thema Roboter.

Österreicher haben eine sehr zwiespältige Meinung zu Robotern. In einer Umfrage wird der Einsatz von Robotern als Hilfe im Haushalt tendenziell positiv bewertet. Geht es um Roboter in der Arbeitswelt oder im Gesundheitswesen, ist mehr als jeder zweite Befragte "besorgt" oder sogar "verärgert".

Günther Ogris präsentierte im Vorfeld der Alpbacher Technologiegespräche die Ergebnisse einer vom Infrastrukturministerium in Auftrag gegebenen Sora-Umfrage zur Akzeptanz von Robotern in Österreich (repräsentative Stichprobe von 1.000 Über-16-Jährigen).

Jeder zehnte Befragte würde seine eigenen Kinder einem Roboter anvertrauen

Dabei zeigt sich: Je persönlicher es wird, desto skeptischer werden die Österreicher bei Robotern. Im privaten Bereich etwa wären drei Viertel zumindest eher bereit, sich die Wohnung von einem Roboter reinigen zu lassen, aber nur 40 Prozent würden sich gerne von einem Automaten bekochen lassen.

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Angehörige von einer Maschine pflegen zu lassen kommt für 23 Prozent in Frage. Kinder von einem Roboter beaufsichtigen zu lassen kommt für zehn Prozent infrage.

Ähnlich im Gesundheitsbereich: Die Akzeptanz, sich von einem Roboter beim Gehen stützen oder den Blutdruck messen zu lassen, ist mit jeweils knapp 70 Prozent viel höher als sich von einer Maschine eine Spritze geben oder sich operieren zu lassen (jeweils 22 Prozent).

61 Prozent sind gegen eine noch größere Abhängigkeit von Maschinen und Bildschirmen

Zwei Drittel der Befragten glauben, dass es in Österreich einer umfassenden Strategie für den Umgang mit Robotern bedarf. 67 Prozent meinen auch, dass es gesetzlicher Regelungen braucht, an welchen Arbeitsplätzen Roboter Menschen ersetzen dürfen.

Immerhin jeder Vierte glaubt, dass ein Roboter große Teile seiner Arbeit übernehmen könne. 61 Prozent sind dafür, dass die Abhängigkeit von Maschinen und Bildschirmen verringert werden soll. (apa/red)

Eine Zusammenfassung der Umfrage kann beim Verkehrsministerium als PDF heruntergeladen werden.

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