Coronakrise

Umfrage in Japan: Lieber Homeoffice als "Qualen des Pendelns"

Die Coronakrise verändert auch die Arbeitswelt. In einer Umfrage in Japan gibt die Mehrheit an, lieber von zu Hause aus arbeiten zu wollen, damit "die Quälerei des Pendelns" aufhöre.

Coronakrise Verkehr Japan Arbeitsrecht Verkehr Bahn

"Tsukin Jigoku", "Pendler-Hölle" nennen die Japaner den alltäglichen Berufsverkehr in den überfüllten Bahnen des größten Ballungsraums der Welt. Genau das ist der Grund, warum sich Viele einer am Montag veröffentlichten Umfrage zufolge jetzt dafür aussprechen, dass auch nach Bewältigung der Corona-Pandemie mehr von zu Hause aus gearbeitet werden sollte.

70 Prozent der Befragten finden demnach, dass das während der Pandemie auch in Japan vermehrt eingesetzte Arbeiten zu Hause ausgeweitet werden sollte, wie aus der Umfrage der japanischen Nachrichtenagentur Jiji unter 2.000 Frauen und Männern hervorgeht. Als ein Vorteil des Homeoffice nannten die meisten (68,2 Prozent), dass dadurch "die Quälerei des Pendelns" für sie aufhöre, hieß es.

Weiterer Vorteil sei, dass sie dadurch in weiter entfernten Gegenden leben und dort arbeiten könnten, wo die Miet- und Bodenpreise günstiger seien. Zudem würde so auch Menschen ermöglicht, Geld zu verdienen, die zu Hause Familienangehörige pflegen müssen, hieß es.

White Paper zum Thema

Japan will als Lehre aus der Corona-Krise die Digitalisierung vorantreiben. So will die Regierung das Arbeiten im Homeoffice fördern. Japan hinkt ungeachtet seines Rufes als Hochtechnologieland in Sachen Digitalisierung deutlich hinter anderen Ländern hinterher. (dpa/apa/red)

Verwandte tecfindr-Einträge