Rohstoffe

Ukraine und Türkei verhandeln überraschend über Energieprojekte

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko ist zu einem Überraschungsbesuch nach Istanbul gereist. Eines der zentralen Themen: Energie.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko ist zu einem Überraschungsbesuch nach Istanbul gereist, um über Energieprojekte mit der Türkei und ihrem Verbündeten Katar zu sprechen. Bei dem zuvor nicht angekündigten Besuch traf Poroschenko mit Außenminister Mevlüt Cavusoglu sowie mit Staatschef Recep Tayyip Erdogan zusammen, wie die Präsidialämter in Ankara und Kiew mitteilten.

Bei dem Treffen sei es um die Umsetzung gemeinsamer Energieprojekte zwischen der Ukraine, der Türkei und Katar gegangen, teilte das ukrainische Präsidialamt mit. Die Ukraine will angesichts eines seit Jahren schwelenden Gasstreits mit Russland Flüssiggas aus Katar importieren. Erst im März besuchte Poroschenko deshalb das Golfemirat Katar, das ihm die Lieferung von Flüssiggas in Aussicht stellte.

Auf dem Weg in die Ukraine müssten die Tankschiffe allerdings den Bosporus passieren, wofür eine Sondergenehmigung der Türkei notwendig wäre, die bisher den Transport von Gefahrgütern wie Flüssiggas auf der Seestraße durch die Millionenmetropole Istanbul verweigert. Die Türkei unterhält gute Beziehungen zur Ukraine, hat sich in den vergangenen Jahren aber auch Russland angenähert, das im Konflikt mit Kiew liegt.

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Bei dem Treffen in Istanbul, das einen Tag vor einem Besuch Poroschenkos in Berlin erfolgte, ging es laut der Erklärung aus Kiew auch um die Situation auf der ukrainischen Halbinsel Krim, die 2014 von Russland eingegliedert worden war. Die Türkei hatte dies damals scharf kritisiert. Außerdem begrüßte die Türkei eine mögliche UN-Friedensmission im Osten der Ukraine und bot an, sich an einem Blauhelmeinsatz zu beteiligen. (afp/apa/red)

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