Zulieferindustrie

Übernahme von Haldex scheitert: Jetzt soll Knorr-Bremse an die Börse

Autozulieferer und Bahnindustriekonzern Knorr-Bremse prüft derzeit "vorrangig und intensiv" einen Gang an die Börse. Das Unternehmen hat rund 25.000 Mitarbeiter und eine Umsatz von 5,5 Milliarden Euro.

Der Münchener Zulieferer Knorr-Bremse erwägt nach der gescheiterten Übernahme des schwedischen Haldex-Konzerns einen Börsengang. "Wir prüfen verschiedene Optionen zur zukünftigen Ausrichtung der Knorr-Bremse AG", sagte Eigentümer Heinz Hermann Thiele im Interview dem "Handelsblatt".

Firma ist Weltmarktführer bei Bremsen für Züge und Lastwagen

"Die Möglichkeit eines Börsenganges wird vorrangig geprüft, wir befassen uns sehr intensiv mit dem Thema", so Thiele Die Entscheidung will Thiele in den kommenden Monaten treffen, der Gang auf das Parkett wäre dann schon im kommenden Jahr möglich.

Wird Konzernchef Thiele ein neuer Angreifer?

Knorr-Bremse ist Weltmarktführer für Zug- und Lkw-Bremsen. Das Unternehmen beschäftigt fast 25.000 Mitarbeiter und setzte 2016 rund 5,5 Milliarden Euro um. Mit den Mitteln eines Börsenganges könnte Thiele die Rolle des Angreifers in der Branche spielen - der Markt steht laut Experten vor einer Konsolidierung.

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Thiele könnte vier Milliarden Euro bekommen

Thiele ist über mehrere Investmentgesellschaften gemeinsam mit seiner Tochter Julia Alleineigentümer der Knorr-Bremse AG und zugleich Großaktionär des Bahntechnikkonzerns Vossloh. Laut dem Bericht schätzen Investmentbanker, dass Thiele mit Knorr-Bremse bei einem Börsengang 4 Milliarden Euro einnehmen könnte, ohne die Kontrollmehrheit abgeben zu müssen. (APA/dpa-AFX/red)

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