3D-Druck

Übernahme der deutschen SLM Solutions wird für GE zur Zitterpartie

Der amerikanische Industrieriese General Electric will den norddeutschen Spezialisten für 3D-Druck übernehmen - doch das wird schwerer als gedacht. Statt der angepeilten 75 Prozent der Anteile bekam GE bisher nur 34 Prozent angeboten.

Der US-Mischkonzern General Electric (GE) muss um den Kauf des Lübecker 3D-Druck-Spezialisten SLM Solutions noch bangen. Wenige Tage vor dem Ende der Annahmefrist für das 683 Millionen Euro schwere Übernahmeangebot sind erst 34,1 Prozent der SLM-Aktionäre darauf eingegangen, wie aus einer Pflichtmitteilung hervorgeht. Dabei hatten die SLM-Großaktionäre GE bereits 31,5 Prozent zugesagt.

Doch hat sich der berüchtigte US-Hedgefonds Elliott mit 20 Prozent bei SLM eingekauft und will den Preis nach oben treiben. GE hat die Übernahme unter die Bedingung gestellt, mindestens 75 Prozent der Anteile angedient zu bekommen. Die Offerte über 38 Euro je Aktie läuft am kommenden Montag ab. Die SLM-Aktie liegt mit 39,60 Euro deutlich über dem von GE angebotenen Preis.

Mehr dazu hier: SLM-Übernahme: Finanzfirma Elliott setzt GE bei unter Druck >>

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GE setzt mit den geplanten Übernahmen von SLM Solutions und der schwedischen Arcam ganz auf den 3D-Druck als Zukunftstechnologie für den Flugzeugbau und andere Industrien. Auch an Arcam hält Elliott inzwischen mehr als zehn Prozent. Für beide Unternehmen zusammen bietet GE 1,3 Milliarden Euro.

Mit 3D-Druckern lassen sich dreidimensionale Bauteile in beliebigen Formen herstellen, die bisher gefräst oder gegossen werden mussten - von Zahnkronen bis zu Einspritzdüsen für Flugzeug-Triebwerke. Immer mehr Unternehmen setzen auf 3D-Druck, weil sich viele Teile so günstiger produzieren lassen. Auch GE hofft, damit die Produktionskosten deutlich senken zu können. (reuters/apa/red)

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