Öl- und Gasproduktion

Überangebot von Öl wird wieder sinken

Die OPEC rechnet mit einer Normalisierung von Angebot und Nachfrage auf den Ölmärkten. Die aktuelle Überversorgung werde in den kommenden Monaten nachlassen, erklärte die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC).

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Sie begründete ihre Prognose zum einen mit der Erwartung, dass die weltweite Nachfrage in diesem Jahr schneller anziehen wird als 2014. Zum anderen geht das Kartell davon aus, dass das Angebot von Konkurrenten außerhalb der OPEC in der zweiten Jahreshälfte sinken wird. Diese Einschätzung deutet darauf hin, dass die OPEC-Strategie zur Rückeroberung von Marktanteilen aufgehen könnte.

So lässt die Gruppe ihre Förderquoten unverändert hoch und nimmt damit einen weiteren Preisverfall in Kauf. Ziel dieser Politik ist es, Rivalen wie die USA von kostspieliger Ölgewinnung vor allem aus Schiefergas abzubringen. Erst am vergangenen Freitag hatte die OPEC wieder beschlossen, ihre Förderquoten nicht anzutasten.

Die Ölpreise waren in der zweiten Jahreshälfte 2014 von rund 115 Dollar pro Barrel (159 Liter) auf unter 50 Dollar eingebrochen. Inzwischen haben sie sich wieder etwas erholt. Am Mittwoch kostete die Nordseesorte Brent knapp 66 Dollar (58,7 Euro), US-Rohöl gut 61 Dollar. (apa/Reuters)