Logistik

Uber Freight zieht sich aus Europa zurück

Uber zieht sich nach etwas über zwölf Monaten aus dem europäischen Frachtgeschäft zurück. Das deutsche Logistik-Start-up Sennder übernimmt die Reste.

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Ganz ohne großes Aufsehen startete am 24. Juli 2019 die Onlineplattform Uber Freight in Deutschland. Nun zieht sich der US-Fahrdienstvermittler aus dem herausfordernden europäischen Markt zurück. Über einen Aktientausch übernimmt das deutsche Logistik-Start-up Sennder das Geschäft für Komplettladungen - also vollständig ausgefüllte LKW-Frachträume, deren Inhalt zu einem einzigen Empfänger gebracht wird. Es ist bereits die zweite Transaktion für das digitale Speditionsunternehmen aus Berlin. Erst im Sommer hatte sich Sennder mit dem französischen Konkurrenten Everoad zusammengetan. Geplant sei, so heißt es, ein Spediteur-Vermittlungsprogramm aufzubauen. Nach der Transaktion soll Sennder in sieben Ländern aktiv sein und 500 Mitarbeiter zählen. 

Der US-Fahrdienstvermittler Uber war erst im Sommer 2019 in das europäische Frachtgeschäft eingestiegen. Im Unterschied zu den USA, wo das Unternehmen vor Ausbruch der Corona-Pandemie mit den Vermittlungsprovisionen Quartalsumsätze von mehr als 100 Millionen Euro erzielt, verläuft das Geschäft in Europa zäh. Der europäische Markt ist nicht von selbständigen Truckern, die auf eigene Rechnung arbeiten, sondern von mittelständischen Unternehmen mit eigenen LKW-Flotten geprägt. Für das US-Geschäft sucht Uber mittlerweile Investoren. 

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