Außenhandel

Türkei prüft Zölle auf Baumwolle - mit Auswirkungen auf Europas Textilindustrie

Als Reaktion auf amerikanische Strafzölle auf Stahl will die Türkei ihrerseits Aufschläge auf Baumwolle aus den USA verhängen. Davon wäre wiederum Europas Textilindustrie direkt betroffen - etwa Weltmarken wie Adidas, Zara und Nike.

Die türkische Regierung erwägt als Reaktion auf die geplanten US-Zölle bei Stahl und Aluminium Aufschläge bei US-Baumwollimporten. "Angefangen mit der Türkei bereiten sich die von den US-Steuern betroffenen Staaten auf eine Antwort an die USA bei alternativen Gütern vor", sagte Cemil Ertem, ein prominenter Berater von Präsident Recep Tayyip Erdogan, der Zeitung "Milliyet".

Im Falle der Türkei könne dies über die Baumwolle laufen. Zur Höhe der erwogenen Zölle machte Ertem keine Angaben.

Die Türkei ist der achtgrößte Stahlhersteller der Welt und der sechstgrößte Exporteur an die USA. Einem Branchenverband zufolge könnte das Land allerdings auch bei einer Einführung der von US-Präsident Donald Trump geplanten Zölle wegen der geringeren Kosten wettbewerbsfähig bleiben.

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Die Türkei importierte nach Angaben des Statistikamts 2016 Baumwolle aus den USA im Wert von 519 Mio. Dollar (422 Mio. Euro), was 42 Prozent der Gesamtimporte ausmachte. Die Textilindustrie des Landes beliefert Weltmarken wie Adidas, Zara und Nike. (reuters/apa/red)

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