Energiewirtschaft

Tschechischer Stromkonzern CEZ will Rumänien-Geschäft abstoßen

Der tschechische Energiekonzern CEZ will sich vom Großteil seiner Investitionen in Rumänien trennen. Zum Verkauf stehen sieben Tochterunternehmen, wie eine Sprecherin in Prag mitteilte.

Der tschechische Energiekonzern CEZ will sich vom Großteil seiner Investitionen in Rumänien trennen. Zum Verkauf stehen sieben Tochterunternehmen, wie eine Sprecherin in Prag mitteilte.

Darunter sind unter anderem ein Stromversorger mit 1,4 Millionen Kunden, der Windpark Fantanele-Cogealac mit einer Gesamtnennleistung von 600 Megawatt sowie eine Wasserkraftanlage.

In einem ersten Schritt werden den Angaben zufolge im Rahmen einer Marktsondierung unverbindliche Angebote eingeholt. Nur am Bereich der Energiedienstleistungen und des Stromhandels will CEZ festhalten. Der teilstaatliche Energiekonzern war seit 2005 in Rumänien engagiert.

Sieben Konzerntöchter stehen zum Verkauf

Tschechiens Ministerpräsident Andrej Babis hatte die ausländische Expansion des Energiekonzerns wiederholt als missglückt kritisiert.

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Im Juni beschloss das Unternehmen daraufhin eine Neuausrichtung. Die freiwerdenden Mittel aus dem Verkauf sollen unter anderem für den Ausbau der Atomenergie und der Netzinfrastruktur in Tschechien verwendet werden.

CEZ betreibt in Tschechien die beiden Atomkraftwerke Temelin und Dukovany. Der Reingewinn des CEZ-Konzerns lag 2018 bei 10,5 Milliarden Kronen (406,4 Mio. Euro). Das waren um 45 Prozent weniger als 2017. In dem Jahr hatte der Konzern ertragreich seine Beteiligungen am ungarischen Mineralölkonzern MOL verkauft. (dpa/apa/red)

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