Aluminiumindustrie

Trump hat Sanktionen gegen Deripaska-Firmen aufgehoben

US-Präsident Donald Trump hat trotzt Widerstands der Demokraten die Sanktionen gegen den russischen Aluminiumgiganten Rusal und dessen Mutterkonzern gestrichen.

US-Präsident Donald Trump hat trotzt Widerstands der Demokraten die Sanktionen gegen den russischen Aluminiumgiganten Rusal und dessen Mutterkonzern En+ gestrichen. Auch Strafmaßnahmen gegen andere Firmen, die in einer Verbindung zum Oligarchen und Strabag-Großaktionär Oleg Deripaska stehen, wurden aufgehoben, wie das US-Finanzministerium mitteilte.

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Die Sanktionen gegen Deripaska selbst blieben aber bestehen. Rusal ist der größte Aluminiumproduzent der Welt außerhalb Chinas. Deripaska ist mit seiner Rasperia Trading Limited mit 25,9 Prozent an der Strabag beteiligt.

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An der Börse in Hongkong schnellten die Rusal-Aktien um neun Prozent in die Höhe und erreichten den höchsten Stand seit April 2018. An der London Metal Exchange (LME) gaben die Preise für Aluminium um 1,4 Prozent nach.

Auswirkungen auf die Autoindustrie weltweit

Als die Sanktionen im vergangenen Frühjahr verhängt worden waren, hatte das weitreichende Auswirkungen. So stiegen die Preise für den Rohstoff auf ein Sieben-Jahreshoch. Das wiederum traf Firmen auf der ganzen Welt, auch in den USA. So drohten sich etwa Autoteile und Getränkedosen zu verteuern.

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Die US-Regierung hatte im April 2018 Strafmaßnahmen gegen Deripaska sowie Rusal und andere Unternehmen verhängt, an denen der russische Milliardär große Beteiligungen besitzt. Ihm werden enge Beziehungen zum Kreml nachgesagt. Zudem hatte er auch Verbindungen zu Paul Manafort, dem ehemaligen Wahlkampfmanager von Präsident Trump. Hintergrund waren unter anderem Vorwürfe, Russland habe sich in die US-Präsidentenwahl 2016 eingemischt.

Das US-Finanzministerium hatte bereits am 20. Dezember angekündigt, die Sanktionen gegen den Aluminiumriesen Rusal, En+ und den Energiekonzern EuroSibEnergo fallen zu lassen. Die drei Unternehmen hatten zugesagt, den Anteil Deripaskas zu verringern.

Die zweitgrößte russische Bank VTB hat ihren Anteil an der En+-Gruppe von 7,65 auf 22,27 Prozent erhöht, teilte die Bank am Montag nach der Aufhebung der US-Sanktionen mit. Die Transaktion hat demnach am 26. Jänner stattgefunden. Der Stimmrechtsanteil stieg auf 6,25 Prozent. (reuters/apa/red)