Stahlindustrie

Trump droht mit Strafzöllen auf Stahl aus Argentinien und Brasilien

Donald Trump schreibt auf Twitter, dass die USA ab sofort wieder Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus Argentinien und Brasilien verhängen. Trump begründet das mit den Schäden für amerikanische Landwirte wegen massiver Abwertung südamerikanischer Landeswährungen.

Die USA werden laut US-Präsident Donald Trump wieder Zölle auf Stahl und Aluminium aus Argentinien und Brasilien verhängen. Die Zölle würden "unverzüglich" wieder eingeführt, schrieb US-Präsident Donald Trump im Mitteilungsdienst Twitter.

Trump begründete den Schritt mit der "massiven" Abwertung der Landeswährungen der beiden südamerikanischen Länder. Dies sei "nicht gut für unsere Landwirte". Die USA konkurrieren mit den beiden Ländern bei bestimmten landwirtschaftlichen Produkten wie Soja oder Mais.

Trump erneuerte in dem Zusammenhang auch seine Kritik an der US-Notenbank Fed. Sie solle die Zinsen senken und ihre Geldpolitik lockern, "sodass Länder - von denen es viele gibt - nicht länger Vorteile aus dem starken Dollar ziehen können, indem sie ihre Währungen weiter abwerten". In der Vergangenheit hatte Trump auch der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgehalten, den Euro gezielt zu schwächen.

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Ein fragwürdiger Vorwurf aus Washington

Argentinien und Brasilien eine gezielte Abwertung ihrer Währungen vorzuwerfen, ist zumindest fragwürdig. Der argentinische Peso steht unter Druck, seit sich im Sommer ein Regierungs- und Politikwechsel in Argentinien abgezeichnet hat. Der brasilianische Real leidet seit längerem unter den wirtschaftlichen Problemen des Landes. Argentinien hatte im Sommer Maßnahmen gegen die Abwertung seiner Währung ergriffen, die brasilianische Notenbank hatte erst vor wenigen Tagen direkt am Devisenmarkt interveniert. (dpa/apa/red)

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