Rohstoffe

Trotz Problemen: OMV pumpt wieder Erdgas in Tunesien

Der heimische Mineralölriese fährt nach den massiven politischen Verwerfungen in der Region die Produktion in Tunesien wieder hoch. In den nächsten Monaten will die OMV zur Vollproduktion von rund 8.000 Barrel pro Tag zurückkehren.

Der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV hat in Tunesien nach den Unruhen im Frühjahr nun wieder die Arbeiten am Gasfeld Nawara aufgenommen. "Die Blockaden wurden beendet", sagte ein Unternehmenssprecher zur Nachrichtenagentur Reuters. Die Rückkehr zur Vollproduktion von rund 8.000 Barrel pro Tag sei in den nächsten zwei bis drei Monaten zu erwarten.

Die OMV hatte im Mai nach Protest- und Streikaktionen gegen die tunesische Regierung rund 700 Mitarbeiter von Drittfirmen von seinen Produktionsstätten abgezogen. Durch die Blockaden kam es zu Behinderungen der Förderung an dem im Süden des Landes liegenden Gasfeldes Nawara.

Tunesien ist im Vergleich zu seinen Nachbarn Libyen und Algerien nur ein kleiner Öl- und Gasproduzent. Auch die OMV produziert dort deutlich weniger als etwa in Libyen. Insgesamt wollen die Österreicher die Produktion in den nächsten zwei Jahren weltweit auf 350.000 Barrel pro Tag steigern. (apa/reuters/red)