Autoindustrie

Trotz Milliardengewinn: Auch GM hat Engpässe bei Chips

Die hohe Nachfrage nach wuchtigen Stadtgeländewagen und Pritschenwagen hat dem amerikanischen Autobauer trotz Coronakrise einen starken Jahresabschluss beschert. Im vierten Quartal hat GM 2,8 Milliarden Dollar verdient. Doch heuer könnten die Engpässe bei Computerchips das Ergebnis um Milliardensummen drücken.

Die hohe Nachfrage nach SUV und Pick-up-Trucks hat dem größten US-Autobauer General Motors (GM) trotz Coronakrise einen starken Jahresabschluss beschert. Im vierten Quartal legten die konzernweiten Erlöse im Jahresvergleich um über 21 Prozent auf 37,5 Mrd. Dollar (31 Mrd. Euro) zu, wie das Unternehmen in Detroit mitteilte. Unterm Strich verdiente GM in den drei Monaten bis Ende Dezember 2,8 Mrd. Dollar. Vor einem Jahr hatten hohe Sonderkosten aufgrund eines Streiks die Quartalsbilanz verhagelt und es war ein Verlust von 194 Mio. Dollar angefallen.

GM warnt vor Auswirkungen des Chipmangels

Anleger nahmen den Geschäftsbericht dennoch verhalten auf, die Aktie fiel vorbörslich deutlich. GM warnte, dass Computerchip-Engpässe den Betriebsgewinn 2021 um bis zu 2 Mrd. Dollar drücken könnten.

Der Konzern hatte wegen des Chipmangels, der derzeit fast die gesamte Autoindustrie belastet, zuletzt die Produktion in einigen Werken gedrosselt. Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 musste GM - zeitweise deutlich geschwächt durch die Coronakrise - einen Gewinnrückgang um 4,5 Prozent auf 6,4 Mrd. Dollar verkraften. Der Umsatz fiel von 137,2 Mrd. auf 122,5 Mrd. Dollar. (dpa/apa/red)

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