Trotz Kostenbremse: Wolford im ersten Quartal tiefrot

Der Vorarlberger Stumpf- und Wäschekonzern Wolford konnte in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres den Verlust nicht eindämmen.

Textilindustrie Wolford Restrukturierung Sanierung

Unternehmenszentrale von Wolford in Bregenz: Das EBIT belief sich in den ersten drei Monaten auf minus sieben Millionen Euro.

Die Ergebnisse des traditionell schwachen ersten Quartals seien nicht maßgeblich für den Verlauf des weiteren Geschäftsjahres - und vor allem auf die Hitzeperiode der vergangenen Monate zurückzuführen, heißt es aus dem Management. Der Umsatz ging im ersten Quartal um 14 Prozent auf 25,01 Mio. Euro zurück, bereinigt um Wechselkursveränderungen insbesondere infolge der Abwertung des Schweizer Franken und des US-Dollar waren es 12,2 Prozent.

Im Zuge des systematischen Abbaus laufender Kosten habe man das operative Ergebnis (EBIT) trotz des deutlichen Umsatzverlustes und gestiegener Marketingkosten leicht verbessert, heißt es in der heutigen Aussendung. Das EBIT belief sich in den ersten drei Monaten auf -7,00 Mio. Euro nach -7,22 Mio. Euro im Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern lag mit -7,56 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau (-6,91 Mio. Euro).

Durch die im Juli abgeschlossene Kapitalerhöhung sind der Wolford AG rund 22 Mio. Euro zugeflossen. Die Eigenkapitalquote hat sich dadurch von 29 Prozent im Vorjahr auf 39 Prozent verbessert. Durch die Rückzahlung von Krediten reduzierte sich auch die Nettoverschuldung von 37,90 Mio. auf 20,56 Mio. Euro. Wolford bestätigte den Ausblick, der bei Vorlage des Jahresabschlusses 2017/18 am 13. Juli 2018 veröffentlicht wurde. Das Management erwartet für das laufende Geschäftsjahr vor allem aufgrund der positiven Ergebnisse der Restrukturierung ein positives operatives Ergebnis (EBIT).

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