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Trockene Luft - der unsichtbare Feind

Für viele Verarbeitungsprozesse wirkt sich zu trockene Luft negativ auf die Produktqualität und Maschinenleistung aus. Heute können neue Luftbefeuchtungsverfahren die Qualität mit minimalem Energieverbrauch sichern und sind gleichzeitig wartungsfreundlich und hygienisch.

Ein unsichtbarer Feind ist jährlich für das Entstehen von Schäden in Millionenhöhe in der Industrieproduktion verantwortlich: Zu trockene Luft. Luftfeuchte kann man nicht fühlen und nicht sehen und genau deshalb wird sie als Produktionsbedingung unterschätzt. Produziert wird meist in Gebäuden und geschlossenen Räumen. Genau dort ist es besonders notwendig, für einen ausgewogenen Feuchtehaushalt, wie er in der Natur vorkommt, zu sorgen. Ist die Luftfeuchte zu gering, kommt es zu Schäden durch elektrostatische Aufladungen oder Materialaustrocknung. Von der Mikroelektronik bis zur Automotive-, Pharma- und Verpackungsindustrie gibt es viele Industriezweige, in denen die Luftfeuchte großen Einfluss auf die Qualität der hergestellten Produkte hat.

Luftbefeuchtung ohne Klimaanlage

Hohe Energiekosten, komplizierter Einbau und intensive Wartung schrecken Unternehmen oftmals vom Einsatz einer Luftbefeuchtung in der Klimaanlage ab. Vor allem für den nachträglichen Einbau hat sich in den vergangenen Jahren die Direkt-Raumluftbefeuchtung als Alternative durchgesetzt: Bei der Direkt-Raumluftbefeuchtung sind die Luftbefeuchter statt zentral in der Klimaanlage unmittelbar im zu befeuchtenden Raum installiert. Durch die Trennung von Belüftung und Wasser können die Systeme unabhängig von einer Klimaanlage mit geringem baulichem Aufwand eingebaut werden. Die zentrale Wasseraufbereitung ist mit den dezentralen Luftbefeuchtern durch spezielle Hochdruckschläuche sowie die Strom- und Steuerleitungen verbunden. Die einfache und flexible Installation macht die Direkt-Raumluftbefeuchtung insbesondere für die Nachrüstung interessant. Kleine an Wand oder Decke installierte Luftfeuchter versprühen bei Bedarf einen mikrofeinen Nebel, der sofort von der Raumluft aufgenommen wird und sich gleichmäßig im Raum verteilt. Die mikrofeine Vernebelung wird durch die Hochdrucktechnologie erreicht, die das Wasser mit einem Betriebsdruck von 85 bar durch Hochleistungsdüsen presst. Der Energieverbrauch der Hochdruckpumpe ist im Vergleich zu Dampf- oder Druckluftsystemen mit 700 W sehr gering.

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Das richtige Wasser

AEntscheidend für die Qualität und die Hygiene der Luftbefeuchtung ist die Wasseraufbereitung. Unbehandeltes Wasser ist zur Luftbefeuchtung nicht geeignet. Die Ursachen dafür liegen in der großen Zahl der Wasserinhaltsstoffe: Bakterien, Keime, Schwebstoffe, Salze und andere Mineralien können Gefahren für die Gesundheit und die Funktionsfähigkeit von Maschinen sein. Aktuelle Systeme für die Direkt-Raumluftbefeuchtung haben daher immer eine mehrstufige Wasseraufbereitung, die das Wasser reinigt, desinfiziert und vollständig frei von Mineralien macht. Besonders wartungsfreundlich sind Wasseraufbereitungssysteme, die modular sind und zum Service einfach ausgetauscht werden. 

White Paper zum Thema

Dominic Giesel ist Mitarbeiter bei Condair Systems GmbH
 

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