Luftfahrtindustrie

Triebwerksbauer MTU Aero setzt Gewinnprognose hinauf

Der Münchner Triebwerkshersteller MTU Aero Engines schraubt seine Gewinnerwartungen nach oben. Am chinesischen Wartungsstandort läuft es besser als gedacht, und für Auftrieb sorgen auch die Zuwächse in der zivilen Luftfahrt. MTU baut Triebwerksteile für Airbus Kurzstrecken und Mittelstrecken.

Der deutsche Triebwerkshersteller MTU Aero Engines schraubt seine Gewinnerwartungen nach oben. Die bereinigte operative Umsatzrendite (EBIT-Marge) soll im laufenden Jahr nun auf 16 Prozent steigen, wie der Airbus- und Boeing-Zulieferer mitteilte. Bisher hatte MTU nur mit einer Marge von 15,5 (2018: 14,7) Prozent gerechnet.

Am chinesischen Wartungsstandort in Zhuhai laufe es besser als gedacht, begründete Vorstandschef Reiner Winkler die Anhebung. Zudem habe sich der Produktmix etwas verbessert. Der Umsatz soll wie geplant leicht auf 4,7 (4,6) Mrd. Euro steigen. Die angepeilte Marge entspricht einem bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von rund 750 (2018: 671) Mio. Euro, gut 20 Mio. Euro mehr als bisher geplant.

Im ersten Halbjahr stieg das bereinigte EBIT um 9 Prozent auf 365 Mio. Euro. Die operative Umsatzrendite verbesserte sich damit auf 16,3 (15,6) Prozent. Der Nettogewinn des Konzerns mit mehr als 10.000 Mitarbeitern war mit 261 Mio. Euro um 10 Prozent höher als ein Jahr zuvor. "Damit halten wir die MTU auf Rekordkurs", sagte Winkler.

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Der Umsatz kletterte um 4 Prozent auf 2,24 Mrd. Euro. Am stärksten waren die Zuwächse in der zivilen Luftfahrt: Mit Triebwerksteilen, vor allem für die Airbus-Kurz- und Mittelstrecken-Baureihen A320 und A320neo, erwirtschaftete MTU 13 Prozent mehr. Das Geschäft mit Militär-Triebwerken legte um 9 Prozent zu. Der Auftragsbestand von MTU war Ende Juni mit 18,5 (Ende Dezember: 17,6) Mrd. Euro so hoch wie nie. Die Aufträge über 1,3 Mrd. Dollar (1,2 Mrd. Euro), die der Konzern auf der Pariser Luftfahrtmesse einsammelte, seien darin noch gar nicht enthalten. (reuters/apa/red)

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