Chemische Industrie

Treibacher Industrie investiert trotz Corona in Kärntner Standort

Mit einer hohen Investition gibt die Treibacher Industrie ein klares Bekenntnis zum Standort Althofen ab - trotz der Coronakrise. Es gebe Rückgänge, doch der Konzern sei derzeit bis auf wenige Bereiche gut ausgelastet, so die Vorstände Rainer Schmidtmayer und Rene Haberl.

Die Treibacher Industrie AG (TIAG) hat heute ein klares Bekenntnis zu ihrem Standort im Kärntner Althofen (Bezirk St. Veit/Glan) abgegeben. Dies spiegle sich nicht zuletzt in den geplanten Investitionen von 150 Mio. Euro in den nächsten Jahren wider, an denen auch in Coronazeiten festgehalten wird, betonten heute die Treibacher-Vorstände Rainer Schmidtmayer und Rene Haberl bei einem Pressegespräch.

Das Kärntner Chemieunternehmen mit rund 900 Mitarbeitern (davon 50 Lehrlinge) und einem Exportanteil von 85 Prozent spürt aber auch die Auswirkungen der Pandemie. Für heuer wird ein Jahresumsatz von 350 bis 400 Mio. Euro erwartet, im Vorjahr waren es 550 Mio. Euro, im Rekordjahr 2018 rund 650 Mio. Euro. Als Beispiele für die Folgen des Coronavirus wurden Rückgänge in den Bereichen Kfz-Bremsscheibenbeschichtung, Flugturbinen-Beschichtungen sowie Keramik-Prothesen und Keramik-Zahnfüllungen genannt.

Bis auf eine Sparte aktuell gute Auslastung bei der Tiag

In einem Teilbereich des Unternehmens, der Tribotecc, seien rund 80 Beschäftigte in Kurzarbeit, ansonsten sei der Konzern ausgelastet. Hilfreich in der derzeitigen Situation seien die hohe Eigenkapitalquote und die "solide österreichische Eigentümerstruktur", betonten die beiden Vorstände. (apa/red)