Autoindustrie

Treffen zur Dieselaffäre: Autochefs lassen Minister Scheuer sitzen

Zum Spitzentreffen beim deutschen Verkehrsminister Andreas Scheuer, CSU, zur Dieselaffäre sind die Konzernchefs von VW und BMW nicht erschienen. Sie ließen sich allerdings durch hochrangige Manager vertreten.

Zum Spitzentreffen beim deutschen Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) in der Dieselkrise sind wichtige Top-Manager der deutschen Autohersteller nicht erschienen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur blieben die Chefs von BMW und VW dem Treffen fern.

BMW-Chef Harald Krüger ließ sich von BMW-Vorstandsmitglied Klaus Fröhlich vertreten. VW-Konzernchef Herbert Diess war ebenfalls nicht anwesend, für die VW-Gruppe kam Porsche-Chef Oliver Blume. Als einziger Vorstandsvorsitzender der drei großen deutschen Autokonzerne kam Daimler-Chef Dieter Zetsche zu dem Treffen mit Scheuer.

BMW lehnt Hardware-Nachrüstungen bei älteren Dieselautos komplett ab. Bei dem Treffen mit Scheuer geht es um offene Fragen bei der Finanzierung der von der Regierung geplanten Umbauten an Motor und Abgasanlage. Hardware-Nachrüstungen sind Teil des neuen Maßnahmenpakets der Koalition für bessere Luft in den deutschen Städten mit dem Ziel, weitere Diesel-Fahrverbote zu verhindern. Allerdings weigern sich die Hersteller bisher, die vollen Kosten zu übernehmen, wie die Regierung es fordert.

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Es schien fraglich, ob es am Donnerstag zu einer Lösung kommen kann. Das Ministerium kündigte für 11.00 Uhr ein Presse-Statement des Ministers an - der Beginn könne sich aber verzögern.

Scheuer hatte vor dem Treffen Bewegung von den Autoherstellern gefordert. Die Branche habe einen "riesigen Nachholbedarf", Vertrauen zurückzugewinnen und ihr Image zu verbessern, hatte er bei einer Veranstaltung des Autoverbandes VDA gesagt. In vielen Städten werden vor allem wegen Diesel-Abgasen Schadstoff-Grenzwerte überschritten. (dpa/apa/red)

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