Serie EC Austria

Transformation mittels Kooperation

Innovation und Digitalisierung sind für Unternehmen wie Verwaltung unverzichtbar geworden und sie unterstreichen die Rolle professioneller IT-Dienstleister. Sichere Verfügbarkeit und kundenorientierte Services sind gefragt.

Economy Austria Digitalisierung Innovation Serie ec austria IT

Diese Artikelserie entsteht in Kooperation mit Economy Austria.
 

Die Basis für unternehmerische Digitalprojekte ist die abteilungsübergreifende Verfügbarkeit aller Komponenten und Daten. Technologische Innovationen verknüpfen nun Produktion und Warenwirtschaft mit Lieferanten und Vertrieb als durchgehend digitalisierte Wertschöpfungsketten. Die zunehmende Vernetzung dieser betrieblichen Prozessabläufe bringt dabei neue Anforderungen an IT-Infrastruktur und -Dienstleister.

„Bei vielen unserer Kunden in Verwaltung oder Produktion sehen wir neue Digitalprojekte. Die Corona-Krise war eine Art Katalysator für längst überf.llige Veränderungen. Besonders gefragt ist die Konsolidierung der IT-Systeme, etwa bei Finanzdienstleistern. Ein anderes aktuelles Thema sind auch SAP S/4HANA-Umstellungen“, so Peter Lenz, Managing Director T-Systems Alpine zu generellen Entwicklungen in der Business-IT.

Die Schweizer BKW-Gruppe ist ein international tätiges Energie- und Infrastrukturunternehmen mit einem Portfolio von  Engineering über Projekte im Bereich der Gebäudetechnik bis zum Bau und Unterhalt von Energie-, Telekommunikationsund Verkehrsnetzen. Die IT-Infrastruktur basiert auf einer SAP-Landschaft und darüber laufen Geschäftsprozesse wie Finanzen, Beschaffung, Vertrieb oder Logistik. Die Komplexität einer SAP-Infrastruktur unter Einbindung der Echtzeitdatenbank S/4HANA erfordert zunehmend spezialisierte Expertise, und so entschied sich BKW, den SAP-Betrieb an T-Systems auszulagern.

White Paper zum Thema

BKW vertraut auf T-Systems

Standardisierung und Automatisierung sowie Skaleneffekte sollen nun geringere Kosten und eine bedarfsorientierte Umsetzung weiterer Digitalisierungsschritte gewährleisten. Um die Wartung zu reduzieren, sind zudem sämtliche Komponenten redundant angelegt und BKW kann benötigte Kapazitäten dynamisch anpassen bzw. freie Ressourcen für das Business-Applikationsmanagement verwenden. „Wir erhalten von T-Systems elastische Performance mit  maximaler Verfügbarkeit für unsere kritischen Infrastrukturen und können uns auf wettbewerbsdifferenzierende Innovation fokussieren“, sagt Michel Frey, Leiter Business- Prozesse der BKW Gruppe. Digitale Prozessketten werden auch zunehmend zur Grundlage moderner Produktionsumgebungen. Eine aktuelle Entwicklung sind drahtlose Campus-Netzwerke auf Basis der neuen Mobilfunktechnologie 5G. Primär für Industrie 4.0-Anforderungen gedacht, sind diese Campus-Netzwerke eine Art exklusives Mobilfunknetz für ein lokales Betriebsgelände, zugeschnitten auf die individuellen Bedürfnisse der Anwender. Im Wesentlichen geht es um die Automatisierung von Produktionsstätten mit einer vernetzten Steuerung von Maschinenanlagen, Industrierobotern, Lagern und Logistik.

5G-Campus-Netze von Kapsch

„Die Herausforderung ist, dass die Digitalisierung all dieser Prozesse ein extrem leistungsfähiges Netzwerk mit hoher Geschwindigkeit und Bandbreite voraussetzt“, sagt Andreas Luftensteiner, Business Development Manager bei Kapsch BusinessCom. Der ITDienstleister begleitet Unternehmen beim Aufbau derartiger Netze. Die technischen Eigenschaften erlauben unterschiedliche Wege mittels Aufrüstung der bisherigen LTE-Infrastruktur oder über den Aufbau eines neuen 5G-Netzes.

Ein praktisches Beispiel sind selbstständig fahrende Roboter in der Logistik. Diese bewegen sich auf der Lagerfläche und würden bei klassischem WLAN immer wieder stehen bleiben, wenn sie von einer Funkzellenverbindung in die nächste wechseln. 5G-Übertragungsraten von bis zu 10 GBit/s erlauben nun auch die Steuerung in Echtzeit und reduzieren Leerzeiten. „Hochverfügbar, verschlüsselt sowie kabellos und mobil bringt ein 5G-Netz die entsprechende Sicherheit und Flexibilität für moderne digitale Produktionsumgebungen“, so Luftensteiner.

Im Bereich Marketing und Vertrieb ist wiederum die Verfügbarkeit aktueller Kundendaten wesentlich für eine personalisierte Kundenbetreuung. Neue Cloud- Dienste ermöglichen den parallelen Einsatz mehrerer kundenspezifisch abgestimmter Anwendungen und unterstützen diese Benutzererfahrung (engl. Customer Journey) von der Kundenansprache bis zur  Nachbetreuung mit der Vernetzung aller inkludierten Abteilungen eines Unternehmens. „Gerade die letzten Monate haben gezeigt, dass eine Rundum-Sicht auf den Kunden ein maßgeblicher Wettbewerbsvorteil ist“, sagt Steffen Lange, Country Leader von Salesforce Österreich.

Almdudler setzt auf Salesforce

Der Limonadenhersteller Almdudler ist ein österreichisches Familienunternehmen mit Geschäftskunden insbesondere im Bereich Gastronomie und Handel. Vertrieb und Marketing fokussieren entsprechend dieses sogenannte Business-to-business- Segment und dazu auch direkt die Konsumenten. Das Unternehmen hat seine Vertriebsstrategie schon früh auch online ausgerichtet und mittels umfangreicher Social-Media-Auftritte kontinuierlich weiterentwickelt. Im Online-Shop sind neben Limonaden auch zahlreiche Merchandise- Artikel mit dem bekannten Trachtenpärchen erhältlich. Die Hauptabsatzmärkte von Almdudler liegen in Österreich und Deutschland. Um hier nun einen aktuellen Überblick über den Gesamtmarkt und eine ganzheitliche Rundum-Sicht (360 Grad) auf den Kunden zu haben, setzt Almdudler für dieses Kundenbeziehungsmanagement (engl. CRM) auf eine Cloud-Anwendung von Salesforce.

Lernen von Best Practices 

„Unser Ziel war, Best Practices zu nutzen und in Österreich und Deutschland voneinander zu lernen“, sagt Sabine Ruso, Leitung Personalmanagement und Digitale Transformation bei Almdudler. Gefordert war zudem die Verschränkung mit bereits vorhandenen IT-Systemen im ERP-Bereich, eine einfache, intuitive Bedienung sowie ein detaillierter Überblick über alle bisherigen und laufenden Verkaufsmaßnahmen. Daraus resultieren dann neue Aktionspläne für das Vertriebsteam. Bei der Implementierung wurden Kollegen aus verschiedenen Almdudler-Abteilungen für Testläufe ausgewählt, und diese unterstützten dann die anderen bei der richtigen Nutzung. „Dieser Ansatz hat auch beim Rollout für eine hohe Akzeptanz gesorgt. Die Digitalisierung und das dafür erforderliche Verständnis der Mitarbeiter gehören bei einem derartigen Change-Prozess untrennbar zusammen“, betont Ruso.

Diese Artikelserie entsteht in Kooperation mit Economy Austria.