DUH

Toyota streicht Hilfsgelder für aggressive deutsche Lobbygruppe

Unermüdlich kämpft die Deutsche Umwelthilfe gegen die Autoindustrie des eigenen Landes - und klagt medienwirksam immer neue Dieselverbote ein. Dahinter standen bisher Geldgeber aus der Autoindustrie Japans und der USA. Das soll sich nun ändern.

Toyota beendet seine Zusammenarbeit mit der Lobbygruppe Deutsche Umwelthilfe (DUH). Diese Gruppe überzieht vor allem die deutsche Autoindustrie systematisch mit Angriffen vor Gericht und klagt in zahlreichen Städten Deutschlands für Verbote von Dieselautos.

Eckdaten dazu:
Ein Lobbyismus der anderen Art: Die Deutsche Umwelthilfe, der Diesel und das Geld aus Übersee >>

Ab dem kommenden Jahr soll kein Geld mehr an die Verbraucherschutzorganisation fließen, wie ein Sprecher von Toyota erklärte. Ein Projekt mit der DUH, das Toyota finanziert habe, sei beendet.

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Mit dem Engagement der DUH, in einer Reihe von Städten Dieselfahrverbote gerichtlich durchzusetzen, hat die Entscheidung dem Sprecher zufolge nichts zu tun. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte darüber zuerst berichtet.

Zwanzig Jahre Geld aus Japan für die Lobbyisten

Der japanische Autobauer habe die Umwelthilfe seit zwanzig Jahren gefördert, zeitweise mit Beträgen im mittleren fünfstelligen Bereich. Zuletzt sollen die Zahlungen auf einen unteren fünfstelligen Betrag gefallen sein.

Die Zusammenarbeit wird seit langem kritisch gesehen, weil die Umweltlobby mit Klagen in einer Reihe von Städten die Einhaltung der Stickstoff-Grenzwerte und Fahrverbote für Dieselfahrzeuge durchsetzen will.

Toyota: "Wir sind nicht gegen den Diesel"

Toyota setzt stärker als andere Hersteller auf Hybrid-Antriebe, die von solchen Fahrverboten nicht betroffen wären. "Wir sind nicht gegen den Diesel", erklärte dazu der Toyota-Sprecher. Der japanische Autobauer biete Dieselvarianten in drei Baureihen an.

Medienberichten zufolge hatte vor kurzem auch der Brauereikonzern Krombacher der DUH die Unterstützung entzogen. (reuters/apa/red)

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