Forschung

Toyota investiert eine Milliarde Dollar in Roboterforschung

Komplette Kehrtwende beim japanischen Weltmarktführer: Toyota gründet im Silicon Valley ein Forschungsinstitut für künstliche Intelligenz und Robotik. Das "Toyota Research Institute" soll auch Ergebnisse rund um fahrerlose Autos und große Datenmengen liefern.

Der weltgrößte Autobauer Toyota gründet im Silicon Valley ein Forschungsinstitut für künstliche Intelligenz und Robotik. Auch die Entwicklung selbstfahrender Autos und die Erforschung von Fragen rund um große Datenmengen sollen damit vorangetrieben werden.

Die Anfangsinvestitionen belaufen sich auf eine Milliarde Dollar (920 Mio Euro) über die nächsten fünf Jahre, wie Toyota-Chef Akio Toyoda bekanntgab. Das "Toyota Research Institute" startet im Jänner 2016 und wird von dem amerikanischen Wissenschaftler und Ingenieur Gill Pratt geleitet. Künstliche Intelligenz habe das Potenzial, eine völlig neue Industrie zu schaffen, hieß es.

Für den Weltmarktführer bedeutet dieser Schritt eine Kehrtwende. Toyota steht, wie andere traditionelle Autohersteller auch, unter dem Druck von Technologiefirmen  wie Apple oder Alphabet, dem neuen Dachkonzern von Google. Diese Konzerne drängen immer weiter in die Automobilbranche hinein, weil sie im Bereich der Roboterfahrzeuge neue Möglichkeiten für Milliardengewinne sehen.

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Autofahren unabhängig davon, ob man es überhaupt kann

Anfängliche Ziele des neuen Unternehmens sei es, Autos sicherer zu machen, sie jedem Menschen unabhängig von den eigenen Fähigkeiten nutzbar zu machen sowie alte Menschen mobiler zu machen, sagte Pratt in Tokio.

Die Zentrale von TRI liegt in Palo Alto nahe der Stanford University in Kalifornien. Eine zweite Einrichtung befindet sich nahe des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts. Geplant sind etwa 200 Mitarbeiter. (red/dpa/reuters/apa)