Chiphersteller

Toshiba wartet beim milliardenschweren Verkauf der Chipsparte auf China

Der rund 18 Milliarden Dollar schwere Verkauf der Chipsparte von Toshiba an die Finanzfirma Bain Capital verzögert sich: Von chinesischen Kartellbehörden gibt es bis jetzt keine Zustimmung.

Der geplante Verkauf von Toshibas Chipsparte an den US-Finanzinvestor Bain Capital verzögert sich. Der rund 18 Mrd. Dollar (14,6 Mrd. Euro) schwere Deal sei nicht wie geplant bis Ende März über die Bühne gegangen, weil die Zustimmung der chinesischen Kartellbehörden noch ausstehe, teilte der japanische Industriekonzern mit.

Toshiba bekräftigte, an den Plänen festzuhalten und den Verkauf so bald wie möglich abschließen zu wollen. Der Konzern hat durch das Verstreichen der Frist die Option, sich von dem Verkauf ohne eine Ausgleichszahlung zurückzuziehen. Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, Toshiba könne die Chipsparte auch an die Börse bringen, wenn der Verkauf scheitere.

Hintergründe zum Riesendeal

Toshiba war durch die Insolvenz seiner US-Atomsparte Westinghouse in finanzielle Schwierigkeiten geraten und hatte den Verkauf verschiedener Unternehmensteile angestoßen, um wieder Geld in die Kasse zu bekommen.

White Paper zum Thema

Nach monatelangem Ringen hatte Toshiba im September Bain Capital als Käufer für seine Chipsparte gewonnen, die immer noch den Großteil der Gewinne des Gesamtkonzerns einfährt. Toshiba braucht die Einnahmen aus dem Verkauf aber nicht mehr so dringend, nachdem er durch eine Kapitalerhöhung mehr als 5 Mrd. Dollar einsammelte. Manche Investoren halten den vereinbarten Preis von 18 Mrd. Dollar auch für zu gering und fordern Nachverhandlungen. (reuters/apa/red)

Aktuell dazu:

Milliardendeal zwischen Toshiba und Finanzfirmen >>

Toshiba: Konzernchef entschuldigt sich für Verkauf der Chipsparte >>

Toshiba verkauft Atomkonzern Westinghouse an eine Finanzfirma >>

Verwandte tecfindr-Einträge