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Tojners Montana Tech verdient wegen Aluflexpack weniger

Wegen des Börsengangs von Aluflexpack hat die Industriegruppe Montana Tech Components zuletzt weniger verdient. Der zur Gruppe gehörende Hersteller Varta profitiert dagegen von der starken Nachfrage und baut seine Kapazitäten aus.

Die in der Schweiz börsennotierte Industriegruppe Montana Tech Components (MTC) des österreichischen Investors Michael Tojner hat heuer im zweiten Quartal wegen der Kostenbelastung durch den Aluflexpack-Börsengang weniger verdient. So verringerte sich das Betriebsergebnis von 19,3 auf 16,0 Mio. Euro, ohne Einrechnung dieses Einmaleffekts wäre es auf 24,0 Mio. Euro gestiegen.

Bei 326,3 Mio. Euro Quartalsumsatz verringerte sich das Vorsteuerergebnis (EBT) im zweiten Quartal von 20,6 auf 8,3 Mio. Euro, ansonsten wäre es auf 16,3 Mio. Euro gestiegen. Und das Periodenergebnis sank von 15,0 auf 5,6 Mio. Euro, ohne Einrechnung der Aluflexpack hätte er 13,6 Mio. Euro betragen. Dass die Aluflexpack-IPO-Kosten die Differenz begründen, wurde der APA am Nachmittag auf Anfrage erklärt - in dem seit Donnerstag vorliegenden Halbjahresbericht ist dazu kein Hinweis enthalten. Der Verpackungshersteller Aluflexpack ging am 28. Juni in der Schweiz an die Börse - mit dreistelligem Millionen-Emissionserlös.

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Satte Gewinne bei Tojners Aluflexpack >>

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Im Halbjahr setzte die Montana-Gruppe 645,4 Mio. Euro um, ein Zuwachs von 7,3 Prozent. Das EBIT ging um 12,7 Prozent von 40,4 auf 35,3 Mio. Euro zurück, ohne Sondereffekt wäre es um 7,1 Prozent auf 43,3 Mio. Euro angestiegen. Der Nettogewinn ging im Zeitraum Jänner bis Juni um 45,3 Prozent auf 13,1 (23,9) Mio. Euro zurück, angepasst waren es minus 11,9 Prozent auf 21,1 Mio. Euro. Der Personalaufstand wuchs im Jahresabstand um 18,0 Prozent von 7.198 auf 8.494.

Varta baut seine Kapazitäten aus

Der Batterienhersteller Varta AG (Division "Energy Storage"), der schon seit Oktober 2017 an der Frankfurter Börse notiert, hat laut dem Bericht ein weiter beschleunigtes profitables Wachstum insbesondere bei Lithium-Ionen-Batterien in Aussicht - im Halbjahr lag der Umsatz mit 151,5 Mio. Euro um 15,8 Prozent über Vorjahr. Varta investiere daher massiv in den Ausbau neuer Produktionskapazität auf über 80 Mio. Zellen jährlich Anfang 2020 und auf deutlich über 100 Mio. Zellen jährlich bis Ende 2020. Hintergrund sei die ungebrochen sehr hohe Kundennachfrage in einem jährlich über 30 Prozent wachsenden Markt. Die Kapazitätserweiterung erfordert zusätzlich rund 100 Mio. Euro Investitionsvolumen für zusätzlich 40 Mio. Zellen pro Jahr.

Alu Menziken leidet unter Marktschwäche

Bei dem 2018 in Satu Mare (Rumänien) eröffneten Alu-Menziken-Werk falle die Produktionssteigerung im Moment geringer aus als ursprünglich angestrebt, verweist MTC auf die "aktuelle Schwäche im Aluminiummarkt".

Flaute am Automarkt bremst Metal-Tech-Division

Und der zur Zeit schwache Markt im Autobereich bremse aktuell den Wachstumskurs der Division "Metal Tech". Der Kraftwerkszulieferer Asta sei weiter mit einem schwierigen Umfeld konfrontiert, ausgelöst durch die zurückhaltenden Investitionstätigkeiten im klassischen Kraftwerksbau. Die Asta-Gruppe gehe davon aus, dass mit keiner kurzfristigen Änderung des Umfeldes zu rechnen sei. (apa/red)

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