Ergebnisse

Tojners Montana Tech mit "unglaublicher Dynamik"

Wie Michael Tojners Industriegruppe Montana Tech Components trotz Coronakrise das beste Ergebnis ihrer Geschichte abliefern konnte.

Unternehmer und CEO Michael Tojner

Die Industriegruppe Montana Tech Components (MTC) des österreichischen Unternehmers Michael Tojner konnte mit ihren Divisionen im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2021 einen Gesamtumsatz von 872,5 Mio Euro erzielen. Das ist ein Plus von 2,5 % im Vergleich zum 30. Juni 2020 – zurückzuführen vor allem auf die Erholung in den Bereichen E-Mobility und Energy der Division Montana Aerospace sowie auf höheren Absatz der Varta Haushaltsbatterien. Das erste Halbjahr 2021 wurde mit einem EBITDA von 138,8 Mio. Euro (+9,7 %) abgeschlossen. Die EBITDA Marge betrug im ersten Halbjahr 2021 15,9 %.

>> Michael Tojner, Eigentümer der Industriegruppe, im INDUSTRIEMAGAZIN-Interview

"Die Montana Unternehmensgruppe hat im weltwirtschaftlich schwierigen Jahr 2020 das beste Ergebnis ihrer Geschichte abgeliefert. Die Erfolgsfaktoren waren einerseits die stabile Entwicklung der Aluflexpack AG, aber vor allem die unglaubliche Dynamik der Varta AG. Die Innovationskraft des Unternehmens gibt uns die Perspektive, dass der Umsatz sich in den kommenden Jahren noch einmal verdoppeln kann", so Michael Tojner im Gespräch mit dem INDUSTRIEMAGAZIN.

White Paper zum Thema

MTC ist trotz eines leichten Umsatzrückgangs mit mehr Nettogewinn ins neue Jahr gestartet. Die Umsatzerlöse gingen im ersten Quartal um 3,5 Prozent auf 432,2 Mio. Euro zurück, das Periodenergebnis wuchs um ein Fünftel auf 19,1 Mio. Euro, teilte die börsennotierte Gruppe mit fast 10.700 Mitarbeitern mit.

Der Umsatzrückgang war auf die weltweite Covid-19-Krise zurückzuführen, von der man Anfang 2020 noch weitgehend unbeeinflusst gewesen ist. Heuer im ersten Quartal habe es erste Anzeichen einer langsamen Erholung der Covid-Krise im Luftfahrtbereich gegeben, während im Autosektor (E-Mobility) der Trend Richtung Elektrifizierung weiter überwogen habe. Der Bereich Energy sei ebenfalls auf recht hohem Volumen gelaufen und habe die Planungen übertroffen.

Wir schließen das zweite Quartal 2021 mit einer positiven Entwicklung ab und profitieren von unseren weitsichtigen Investitionen in den Ausbau der Produktionskapazitäten“, so Michael Tojner, CEO der Montana Tech Components AG. „Wir verfolgen auch weiterhin einen ambitionierten Wachstumspfad durch die Erschließung neuer Geschäftsfelder, Produktinnovationen und Angebotserweiterungen.“

Die Unternehmen der Gruppe konnten ihre Auftragsbestände auch im 2. Quartal 2021 weiter ausbauen. Die Erholung der Luftfahrtindustrie aus der Covid-19 Krise lässt zudem wieder konstante Umsatzzuwächse im Aerospace-Segment erwarten. Durch die diversifizierte Ausrichtung ist die Gruppe auch für die Zukunft gut aufgestellt.

Durch den erfolgreich über die Bühne gegangenen Börsengang der Montana Aerospace stelle das Geschäftsjahr 2021 einen weiteren Meilenstein in der Unternehmensgeschichte der Gruppe dar. Details: Michael Tojner: Über Montana Aerospace zu weiteren Zukäufen >>

Den Nettoerlös durch die Begebung neuer Montana-Aerospace-Aktien wolle man zu rund 60 Prozent zur Finanzierung anorganischer Wachstumsprogramme nutzen, unter anderem für strategische Akquisitionen. Mit 58,2 Prozent Anteil bleibe die Montana Tech Components Mehrheitsaktionärin der Gesellschaft.

Die Divisionen im Überblick

Die MTC konnte in der ersten Jahreshälfte 2021 einen leichten Umsatzzuwachs in Höhe von 3,5 Mio Euro im Vergleich zur Vergleichsperiode 2020 erzielen. Darüber hinaus konnte Montana Aerospace den Auftragsbestand um 400 Mio Euro von 3,9 Mrd. Euro auf 4,3 Mrd. Euro erhöhen. Hinsichtlich der Profitabilität erreichte Montana Aerospace im ersten Halbjahr 2021 ein bereinigtes EBITDA von 22,6 Mio Euro. Trotz hohen Investitionen in die Erweiterung der Produktion in den Standorten Airport Baia Mare (Rumänien) und Da Nang (Vietnam), kann ein vielversprechendes Ergebnis präsentiert werden.

>> Montana Aerospace: Aktien an der SIX begehrt

Fortgesetzt werden konnte im zweiten Quartal eine leichte Erholung von den Auswirkungen der Covid-19 Krise im Geschäftsbereich Luftfahrt. Im weiteren Verlauf des Jahres 2021 werden konstante Umsatzzuwächse erwartet. 

Interessant:
Pierer und Tojner vereinbaren Kooperation von Varta mit KTM >>  
Batterien für Elektroautos: Varta baut neue Pilotlinie >>

Der Konzernumsatz der Varta AG wuchs in den ersten sechs Monaten 2021 um 1,8 % von 390,7 Mio Euro (2020) auf 397,6 Mio Euro. Das bereinigte Konzern-EBITDA liegt bei 112,3 Mio Euro und entspricht somit einem Anstieg von 10,0 % im Vergleich zu Q2/2020. Aufgrund des strukturellen Wachstums der Kernmärkte, der starken Marktposition sowie der hohen Investitionen in die Erweiterung der Produktionskapazitäten wird weiterhin eine positive Geschäftsentwicklung für 2021 erwartet. Durch die Eröffnung der neuen Lithium-Ionen-Zellenfabrik am Standort Nördlingen stehen für die Produktion der kleinen Lithium-Ionen-Rundzellen nun 60.000 Quadratmeter Produktionsfläche zur Verfügung. Die Varta AG hat somit die Infrastruktur, um bis zu 400 Millionen Zellen pro Jahr produzieren zu können. Auch die neuen Kundenprojekte und Aufträge im Bereich „CoinPower“ beschleunigen im zweiten Halbjahr diese Entwicklung. Zudem startet Ende des Jahres die Pilotproduktion der neuen ultra-hochleistungsfähigen Lithium-Ionen-Rundzelle „V4Drive“ im Format 21700 am Standort Ellwangen. "Als ich 2007 die von allen als wertlos betrachteten Reste von Varta von den Quandts gekauft habe, hat niemand an die Marke und die Technologie geglaubt", so Tojner. 

Die an der SIX Swiss Exchange notierte Aluflexpack AG konnte im ersten Halbjahr 2021 das dynamische Wachstum nahtlos fortsetzen. Der Nettoumsatz stieg in den ersten sechs Monaten von 115,5 Mio Euro in der Vergleichsperiode im Vorjahr um 9,5 % auf 126,5 Mio Euro. Bereinigt um Konsolidierungseffekte aus der im September 2020 erworbenen polnischen Tochtergesellschaft betrug das organische Wachstum 5,5 %. Aluflexpack erreichte im ersten Halbjahr 2021 ein EBITDA von 21,4 Mio Euro (vor Sondereffekten). Damit stieg das EBITDA um 23,5 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020. Die Margenerhöhung von 15,0 % im 1. Halbjahr 2020 auf 16,9 % fußt auf der nachhaltigen Erweiterung des Geschäfts, einem strikten Kostenmanagement, weiteren Effizienzverbesserungen sowie positiven Skaleneffekten. Das EBIT stieg von 9,4 Mio Euro in der Vergleichsperiode im Vorjahr vor Sondereffekten auf 11,2 Mio Euro. Dies unterstreicht die positiven Auswirkungen der Investitionen, die in den letzten Jahren in die integrierte Plattform der Gruppe getätigt wurden. (red)

Zur Industriegruppe:
Montana Tech: Gewinnrückgang und Umsatzrekord >>   
Mit Aktien von Varta: Michael Tojner stärkt Montana Aerospace >>  
Michael Tojner will Luftfahrtsparte mit Airbus-Tochter zusammenführen >>