Batteriehersteller

Tojner: Auf absehbare Zeit keine Umsätze mit Elektroautos zu erwarten

Der Batteriehersteller Varta werde den Geschäftsbereich Elektromobilität auslagern, sagt in einem Interview der österreichische Investor Michael Tojner. Auch eine jahrelange Kooperation mit Volkswagen soll heuer zu Ende gehen.

Der zur Montana Tech des österreichischen Investors Michael Tojner gehörende börsenotierte Batterie-Hersteller Varta plant den Geschäftsbereich E-Mobility auszulagern. "Wir wollen das Geschäftsfeld mit einem Partner weiterführen", bestätigte Tojner gegenüber dem Magazin "trend" in seiner jüngsten Ausgabe.

"Keine Umsätze zu erwarten"

"Dieser Bereich ist derzeit auf Forschung und Entwicklung beschränkt, auf absehbare Zeit sind keine Umsätze zu erwarten", sagt Tojner. Der Aufwand betrage jährlich rund 5 Mio. Euro - bei einem operativen Varta-Ergebnis von geschätzten 40 Mio. Euro für 2017.

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Kooperation mit VW läuft aus

Ein seit sieben Jahre laufendes Joint Venture mit der VW-Gruppe endet laut dem Bericht in diesem Sommer. Danach falle die Entscheidung, wie es weitergeht. Über die Weiterführung liefen derzeit Gespräche mit BMW, VW und Magna Europe. Die wahrscheinlichste Variante ist laut "trend"-Informationen die Zusammenarbeit mit Magna.

Ausbau in den USA und in Rumänien

In den Ausbau der zwei für die Lieferung von Flugzeugteilen zuständigen Werke in den USA und Rumänien wird Monatana Tech über 400 Mio. Euro investieren, heißt es weiter. Mit gutem Wachstum rechnet Tojner auch in der Montana-Tochter Aluflex, die einen Prestigeauftrag an Land ziehen konnte. Für Jacobs Suchard werden Kaffeekapseln aus Aluminium für die Verwendung in Nespresso-Maschinen hergestellt.

Der Jahresumsatz der gesamten Montana-Tech-Gruppe sollte in diesem Jahr um rund 10 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro steigen. (apa/red)