Autoindustrie

Todesfall wegen Takata: Ford fordert sofortigen Fahrverzicht

Im Skandal um defekte Airbags des japanischen Zulieferers Takata hat sich ein weiterer Todesfall ereignet. Ford reagiert mit einer Warnung an Fahrer älterer Pritschenwagen in Nordamerika. Der Autobauer fordert sie zum sofortigen Fahrverzicht auf.

Der US-Autobauer Ford fordert nach einem weiteren Todesfall im Zusammenhang mit defekten Airbags 2.900 Besitzer älterer Pickups in Nordamerika zu einem sofortigen Fahrverzicht auf. Betroffen sei das Modell Ranger aus dem Baujahr 2006, teilte der Pkw-Hersteller mit. Erst nach dem Austausch der Airbags des japanischen Herstellers Takata dürften die Fahrzeuge wieder bewegt werden.

Zweiter Todesfall bei Ford wegen Takata

Ford habe Kenntnis von einem zweiten Todesfall erhalten, der sich im Juli 2017 ereignet habe, begründete Ford die Maßnahme. Der tödliche Unfall sei von einem defekten Takata-Airbag verursacht worden. Einen ersten Todesfall hatte Ford im Jänner 2016 mitgeteilt.

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Weltweit gehen mindestens 21 Tote auf Vorfälle mit defekten Airbags von Takata zurück. Der Zulieferer schlitterte wegen der Mängel in die Insolvenz. Die Gasgeneratoren in den Luftkissen können in Regionen mit feucht-heißem Klima nach längerer Zeit explodieren. Mehr als 100 Millionen Airbags wurden schon zurückgerufen, davon allein in den USA 70 Millionen. (reuters/apa/red)

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