Tiwag 2010 mit Einbußen beim Gewinn

Die landeseigene Tiroler Wasserkraft AG muss 2010 Einbußen beim Gewinn hinnehmen. Tiwag-Chef Bruno Wallnöfer rechnet derzeit mit einem EGT von 70 bis 80 Mio. Euro, 2009 betrug es noch 94 Mio. Euro. Schuld daran sei die Auflösung des Tauschvertrages mit der Energie Baden-Württemberg (EnBW), erklärte er in der Freitagsausgabe der "Tiroler Tageszeitung". Trotzdem soll heuer eine höhere Dividende ans Land Tirol fließen. Wallnöfer sprach von voraussichtlich 25 Mio. Euro. Endgültige Zahlen würden erst im Frühjahr feststehen.

Energieversorger Bruno Wallnöfer Energie Top 1000 Manager

Wallnöfer bezeichnete die Vertragsauflösung mit EnBW als "einmalige Sonderbelastung". Sie kostetet das Unternehmen 85 Mio. Euro. Eine Summe, die man in den sieben Jahren, die der Vertrag noch gelaufen wäre, mehr als zurückverdienen werde, meine der Tiwag-Chef. In der Bilanz sorge der Ausstieg für eine Belastung von netto 52,5 Mio. Euro, weil man gleichzeitig dafür gebildete Rückstellungen habe auflösen können.

Stabile Strompreise erwartet 

Der Umsatz des Stromerzeugers habe sich von 1,21 auf 1,31 Mrd. Euro erhöht, im Gesamtkonzern - mit Netz AG und Tigas - lag er laut TT bei 1,4 Mrd. Euro. Die trotz bescheidender Umsatzzuwächse vorgesehene höhere Dividende erklärte Wallnöfer mit der "schwierigen Budgetsituation im Land". 2009 schüttete die Tiwag 21 Mio. Euro an den Eigentümer aus. Im laufenden Jahr erwartete sich Wallnöfer "stabile" Strompreise. Leicht verteuern werde sich die Rechnung für die Kunden aber im Frühjahr durch den weiter steigenden Ökostromzuschlag. (APA/red)

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