Energieversorger

Tiwag kann Gewinn trotz Verwerfungen am Markt steigern

Der Tiroler Versorger hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Vorsteuergewinn von 78 Mio. auf 86 Mio. Euro erhöht - trotz "gestiegenen Wettbewerbs und Verwerfungen auf dem Finanzmarkt", so das Unternehmen. Der Vertrag von Vorstand Thomas Gasser wird um fünf Jahre verlängert.

Der Tiroler Landesenergieversorger Tiwag hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 seinen Gewinn vor Steuern von 78,4 Mio. auf 86,5 Mio. Euro gesteigert. Dies trotz gestiegenen Wettbewerbs und Verwerfungen auf dem Finanzmarkt, teilte die Tiwag mit. Beim Konzernumsatz wurde ebenfalls ein leichtes Plus verzeichnet, er kletterte von 1,24 Mrd. auf 1,29 Mrd. Euro.

Vorstandsmitglied Gasser um fünf Jahre verlängert

Außerdem hat der Aufsichtsrat der Tiwag das Mandat von Vorstandsmitglied Thomas Gasser um weitere fünf Jahre bis Ende 2025 verlängert. Die Verträge des Vorstandsvorsitzenden Erich Entstrasser und Bauvorstand Johann Herdina waren bereits 2017 verlängert worden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte laut Angaben des Unternehmens die Abgabe im Kerngeschäft Strom in einem preis- und wettbewerbsintensiven Umfeld um sechs Prozent gesteigert werden. Der Marktanteil der Tiwag im Stammgebiet liege bei 87 Prozent, jener von Gas bei 92 Prozent.

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Kraftwerksgruppe im Kühtai wird ausgebaut

2019 investierte der Energieversorger 219,5 Mio. Euro. Beim aktuell größten Bauvorhaben, der Erweiterung der Kraftwerksgruppe im Kühtai, stehe derzeit noch eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs aus. Die 110 Mio. Euro schwere Modernisierung und Erweiterung des Laufkraftwerks in Kirchbichl werde bei Einhaltung des Zeit- und Kostenplans im Herbst abgeschlossen.

Im Plan sei auch die Errichtung des im Mehrheitseigentum der Tiwag stehenden Gemeinschaftskraftwerk Inn (GKI) für den Vollbetrieb ab 2023. Bis 2024 sind Investitionen in der Höhe von 1,3 Mrd. Euro geplant. Für das laufende Geschäftsjahr sind Investitionen von 260 Mio. Euro vorgesehen.

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Landeshauptmann Platter findet lobende Worte

"Gute Ergebnisse sind auch in der Energiewirtschaft längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Umso mehr unterstreicht das vorliegende Ergebnis unter den aktuellen Rahmenbedingungen die nachhaltige Ertragskraft der Tiwag", meinte Aufsichtsratsvorsitzender Reinhard Schretter.

Auch Eigentümervertreter LH Günther Platter (ÖVP) zeigte sich zufrieden mit den Zahlen: "Während derzeit viele große Unternehmen ins Wanken geraten, steht unsere Landestochter Tiwag mit ihrem Geschäftsmodell der sauberen und sicheren Energieversorgung weiterhin finanziell stabil und sicher da." (apa/red)