TIWAG-Chef Wallnöfner verteidigt Kraftwerksausbau: "Zerstören nichts"

Das Match Umweltschutzorganisationen gegen TIWAG geht im Fall des geplanten Ausbaus des Kraftwerks Kaunertal in die nächste Runde. Nach den heftigen Protesten von WWF, Global 2000, Greenpeace und Ökobüro forderte TIWAG-Vorstandsvorsitzender Bruno Wallnöfer "einen sachlichen Dialog statt ideologischer Fundamentalopposition."

"Die TIWAG zerstört nichts. Vielmehr unterstützen wir die europäische Energiewende und arbeiten an einem energieautonomen Tirol. Wer diese Energiewende wirklich will, muss auch den Wasserkraftausbau wollen. Es genügt nicht, wie die Umweltorganisationen behaupten, 'den Wasserkraftausbau nicht prinzipiell abzulehnen', wenn dann in einem Atemzug alle realistischen Projekte abgelehnt und bekämpft werden", sagte Wallnöfer.

Systemausgleich "Naturgemäß braucht es für die schwankenden Erzeugungsbeiträge von Wind- und Sonnenkraft zur Stabilisierung der Stromnetze Regel- und Ausgleichsenergie. Diesen Systemausgleich schaffen Pumpspeicher-Wasserkraftwerke am besten. Sie sind die Geschwister von Wind- und Sonnenkraft geworden", erklärte der TIWAG-Chef in einer Aussendung. Alle TIWAG-Projekte, insbesondere der geplante Ausbau des Kaunertal-Kraftwerkes, würden "über Jahre vorbereitet und ökologisch optimiert". Noch nicht eingereicht

Derzeit sei die Erweiterung des Kaunertal-Kraftwerkes noch gar nicht bei der Behörde eingereicht. Dies soll laut Wallnöfer aber noch heuer geschehen: "Dann erst wird die Umweltverträglichkeit in einem mehrjährigen strengen UVP-Verfahren geprüft - und zwar ausdrücklich unter Beteiligung der Bevölkerung und der Umweltorganisationen. Eine Genehmigung ist schon kraft Gesetzes nur möglich, wenn keine wesentlichen Umweltgüter beeinträchtigt werden." (APA/red)