Infrastruktur

Tirol: Ausbau der Unterinntaltrasse "eine Notwendigkeit"

Der Tiroler Landeshauptmann Platter drängt auf Fortschritte beim Ausbau der Unterinntaltrasse von Kufstein nach Bayern: Man müsse den bayerischen Kollegen "Hinweise geben".

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Der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) hat sich dazu bekannt, den dritten Streckenabschnitt der Unterinntal-Bahntrasse zwischen Kufstein/Schaftenau und Rosenheim vorantreiben zu wollen. Dazu will er seinen bayerischen Polit-Kollegen "Hinweise geben", führte der Landeshauptmann vor Journalisten in Innsbruck aus.

Welche "Hinweise" das genau sein sollen, wollte Platter auf Nachfrage nicht konkretisieren. "Man ist in Gesprächen", gab er stattdessen zu Protokoll. Man müsse diesen "die Notwendigkeit" der Unterinntaltrasse verdeutlichen, fügte er hinzu. Die Stimmung unter den bayerischen Bürgermeistern beschrieb Platter indes aber jetzt schon als "überwiegend positiv".

Dafür verantwortlich machte Verkehrslandesrätin und Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe (Grüne) unter anderem die "Tiroler Standards", die beim Bau des ersten Abschnitts gesetzt worden seien und auch jetzt beim zweiten Abschnitt nicht unterschritten werden sollen. "Tiroler Standard" sei in Bayern bereits ein geflügeltes Wort, glaubt Felipe.

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Teil dieser "Tiroler Standards" wird laut Platter die oft beschworene Transparenz sein. Beim zweiten Abschnitt, jener zwischen Kundl und Schaftenau, sei man sich indes im Großen und Ganzen einig und stelle nicht das Geld, sondern die Machbarkeit in den Mittelpunkt. "Das Geld wird zur Verfügung gestellt werden", sagte der Landeshauptmann.

LAbg. Alois Margreiter (ÖVP), Bürgermeister der Tiroler Gemeinde Breitenbach, lobte in diesem Kontext den bereits bestehenden ersten Teil der Trasse zwischen Kundl und Baumkirchen als "Erfolgsgeschichte". Jetzt gerade würden auch beim zweiten Abschnitt die "Wünsche der Bevölkerung" umgesetzt.

Auch der Kufsteiner Bürgmeister Martin Krumschnabel (Die Parteifreien) war voll des Lobes für das Land Tirol und die ÖBB und sich außerdem sicher, dass man die "unterirdische Trassen-Variante" als beste Variante für Kufstein erkennen wird. Schließlich vertrage die Festungsstadt keine "oberirdische Trasse" mehr, da die Stadt ohnehin schon verkehrsgeplagt sei. (apa/red)

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