Strategie

Thyssenkrupps Brasilien-Werk steht nicht zum Verkauf

Thyssenkrupp konzentriert sich bei seinem Krisenwerk in Brasilien auf Produktionsverbesserungen. Ein Verkauf sei derzeit nicht geplant, so Brasilien-Chef Walter de Castro Medeiros. Langfristig könne die Zusammenarbeit mit einem anderen Unternehmen eine Lösung für das Stahlwerk sein.

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Ein Stahlwerk in Brasilien sollte für Thyssenkrupp der ganz große Coup werden. Stattdessen wurde es das größte Desaster dieser deutschen Traditionsfirma. Ein Verkauf stehe aber derzeit nicht auf der Agenda, sagte Brasilien-Chef Walter de Castro Medeiros am Rande einer Veranstaltung. Langfristig könne die Zusammenarbeit mit einem anderen Unternehmen eine Lösung für die Probleme des CSA-Stahlwerks sein. Trotz der schwächeren Landeswährung kämpfe die Fabrik weiterhin mit einer unzureichenden Nachfrage und Preisdruck. Bereits der Bau der Fabrik war von Schwierigkeiten wie Verzögerungen und Kostenexplosionen begleitet.

Doch nicht nur Thyssenkrupp hat Probleme in Brasilien: So erwägt etwa der brasilianische Flachstahlproduzent Companhia Siderurgica Nacional (CSN) den Verkauf von Vermögenswerten, wie z.B. den 17,42-prozentigen Anteil an Usiminas, um seine Schulden zu reduzieren. Mehrere brasilianische Stahlwerke haben aufgrund der Marktschwäche ihre Produktion gestoppt und Investitionen verschoben. (Reuters)

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