Schiffbau

Thyssenkrupp im Rennen um U-Boot-Auftrag auch in Norwegen

Thyssenkrupp kämpft in Australien um den größten Auftrag der Unternehmensgeschichte. Jetzt liefern sich die Deutschen mit dem französischen Schiffsbaukonzern DCNS auch in Norwegen ein Wettrennen um den Bau von U-Booten.

Der deutsche Industriekonzern Thyssenkrupp ist nach Angaben des norwegischen Verteidigungsministeriums neben dem französischen staatlichen Schiffsbaukonzern DCNS im Rennen um einen U-Boot-Auftrag. Im Laufe des Jahres solle eine Empfehlung der Regierung vorgestellt werden, hieß es in einer Stellungnahme des Ministeriums.

Deutschland und Frankreich seien in Europa die größten Nationen. "Eine U-Boot-Kooperation mit einer der beiden Nationen würde sicherstellen, dass Norwegen die U-Boote erhält, die wir brauchen", hieß es.

Die norwegischen U-Boote waren in den 80er Jahren in Deutschland bei den Nordseewerken in Emden gebaut worden. Norwegen hatte bereits vor Jahren angekündigt, die Flotte modernisieren zu wollen.

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Milliardenschwerer Auftrag auch in Australien zu vergeben

Thyssenkrupp will auch in Australien einen milliardenschweren U-Boot-Auftrag an Land ziehen. Bei dem Auftrag geht es um den Bau von bis zu zwölf U-Booten für die australische Marine. Das Auftragsvolumen könnte sich inklusive der jahrzehntelangen Wartung auf umgerechnet 33 Mrd. Euro belaufen.

Auch dort gehört DCNS zu den Wettbewerbern, ebenso ein von der japanischen Regierung unterstütztes Konsortium um die Unternehmen Mitsubishi Heavy Industries und Kawasaki Heavy Industries. Hier eine Übersicht aktueller Meldungen zu diesem Auftrag und sowie den Versprechen, mit denen Thyssenkrupp zuletzt die australische Regierung zu locken versucht hat. (reuters/apa/red)

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