Stahlindustrie

Thyssenkrupp: Gewerkschaft fordert Teilverstaatlichung - Berlin dagegen

Wirtschaftsminister Altmaier lehnt einen Einstieg des Staates beim größten deutschen Stahlhersteller Thyssenkrupp ab. Berlin werde aber die Stahlindustrie beim Wandel der Produktion hin zu "grünem Stahl" unterstützen.

Der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) lehnt einen Einstieg des Staats beim größten deutschen Stahlhersteller Thyssenkrupp ab. Altmaier sagte in Berlin am Rande von Beratungen der EU-Energieminister, er glaube nicht, dass eine Verstaatlichung im Augenblick die richtige Antwort sei. Die Probleme der Stahlindustrie seien nicht in erster Linie mit einer Staatsbeteiligung zu lösen.

Die IG Metall fordert dringend den Einstieg des Staates bei Thyssenkrupp. Die Stahlsparte des Konzerns könne ihr Überleben in der Coronakrise nicht allein sichern, sagte IG Metall-Vorstandsmitglied Jürgen Kerner in Essen.

Altmaier bekräftigte, der Staat werde die Stahlindustrie bei ihrem Wandel hin zu "grünem Stahl" finanziell unterstützen. Dazu seien Investitionsentscheidungen der Unternehmen nötig. (dpa/apa/red)

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