Stahlindustrie

Thyssenkrupp: Finanzfirma Cevian freut sich über Rausschmiss von Kerkhoff

Thyssenkrupps aktivistischer Großaktionär Cevian hat die Ablösung von Guido Kerkhoff begrüßt. Nach Kerkhoff soll nun die Aufsichtsratsvorsitzende Martina Merz übernehmen - aber nur für maximal zwölf Monate.

Der Thyssenkrupp-Großaktionär Cevian hat die geplante Ablösung von Vorstandschef Guido Kerkhoff begrüßt. "Wir unterstützen die Ernennung von Martina Merz zur Vorstandsvorsitzenden voll und ganz", erklärte Cevian-Co-Chef Lars Förberg.

Die aktuelle Thyssenkrupp-Aufsichtsratsvorsitzende Merz soll für eine Übergangszeit von maximal zwölf Monaten das Amt der Vorstandschefin bei dem angeschlagenen Traditionskonzern übernehmen.

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Thyssenkrupp hatte diese Woche überraschend mitgeteilt, dass der Personalausschuss des Aufsichtsrats empfohlen habe, mit Kerkhoff "Verhandlungen über eine zeitnahe Beendigung seines Vorstandsmandates aufzunehmen". Kerkhoff steht erst seit Mitte Juli 2018 an der Spitze des Konzerns.

Cevian ist nach Förbergs Worten "zuversichtlich, dass Thyssenkrupp nun endlich eine eindeutige Strategie und einen klar definierten Maßnahmenplan erhält". Die neue Führung müsse den "so dringend benötigten Transformationsprozess beschleunigen und die Qualität der Umsetzung maßgeblich verbessern". Der schwedische Finanzinvestor ist nach der Krupp-Stiftung mit einem Anteil von über 15 Prozent zweitgrößter Aktionär von Thyssenkrupp. (dpa/apa/red)