Stahlindustrie

Thyssenkrupp baut Zementwerk in Saudi-Arabien

Großauftrag für den Stahlkonzern Thyssenkrupp aus Saudi- Arabien: Die Deutschen bauen eine riesige Zementanlage. Das Auftragsvolumen bewegt sich im "höheren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich".

Der deutsche Industriekonzern ThyssenKrupp hat in Saudi-Arabien einen Großauftrag an Land gezogen. Das Unternehmen werde bis 2018 für die Yamama Saudi Cement Company eine Zementanlage mit einer Gesamtkapazität von 20.000 Tagestonnen bauen, teilt der Konzern mit.

Der Auftrag im höheren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich sei der bisher größte im Zementgeschäft des Konzerns. Der Bau umfasst zwei schlüsselfertige Zementklinkerproduktionslinien an einem Standort rund 80 km östlich der Hauptstadt Riad. Die Inbetriebnahme beider Produktionslinien ist für das Jahr 2018 geplant.

"Wir freuen uns sehr, dass Yamama für diesen Großauftrag erneut auf unsere umfassende Erfahrung in der schlüsselfertigen Errichtung von kompletten Zementanlagen weltweit setzt", meint dazu Jens Michael Wegmann, Vorstandsvorsitzender der Business Area Industrial Solutions des Konzerns.

Mit Yamama Saudi Cement arbeitet der deutsche Stahlkonzern seit den 1960er Jahren zusammen, als ThyssenKrupp einen ersten Zementdrehofen mit einer Kapazität von 300 Tagestonnen Zement in Auftrag gab. In den darauffolgenden Jahren wurden sechs weitere, immer größere Zementproduktionslinien nebeneinander hinzugefügt.

Thyssenkrupp Industrial Solutions ist die Sparte des Konzerns für Anlagenbau. Die Sparte baut schlüsselfertige Zementklinkerproduktionslinien, inklusive der Lieferung sämtlicher Komponenten von der Rohmaterialaufbereitung über die Klinkerherstellung bis zur Zementverladung.  (red)