Thyssenkrupp Industrials

Thyssenkrupp: Aufspaltung verbessert Eigenkapitalquote

Durch die Zerschlagung, die 2020 umgesetzt wird, könnten stille Reserven im zweistelligen Milliardenbereich gehoben werden, insbesondere im Aufzugsbereich.

Thyssenkrupp-Boss Guido Kerkhoff: Analysten schätzen die stillen Reserven die in seinem Konzern schlummern auf über 15 Milliarden Euro.

In der Bilanz des maroden Stahlriesen ist ein Buchwert für die hochprofitable Aufzugssparte abgebildet, der im Zuge der Teilung nach oben anpassen werden kann. Nach Angaben von Vorstandschef Guido Kerkhoff würde dadurch das gesamte Unternehmen durch die Neubewertung profitieren. "Das verbessert unsere Eigenkapitalquote signifikant" sagte Kerkhoff dem deutschen "Handelsblatt" (Montagausgabe). Auf die Frage, ob damit ein Wert von über 15 Mrd. Euro in die Bilanz einfließen werde, entgegnete Kerkhoff: "Das wäre schön. So viel wird es nicht sein."

Zur Höhe des möglichen Buchwertgewinns wollte sich der Konzern auf Nachfrage nicht äußern. Analysten hatten den Wert des Geschäfts auf über 15 Mrd. Euro geschätzt, mit welchem Wert die Sparte in den Büchern steht, lässt Thyssenkrupp offen. Die Aufzugssparte mit gut 52.000 Mitarbeitern ist der größte Gewinnbringer von Thyssenkrupp. Im Geschäftsjahr 2016/17 erzielte sie einen operativen Gewinn (bereinigtes Ebit) von 922 Mio. Euro.

Auch der finnische Konkurrent Kone hatte schon die Fühler nach der Sparte ausgestreckt. Einige Investoren hatten auf einen Verkauf des Aufzugsgeschäfts gesetzt, um Kasse zu machen. Auch durch einen Teilbörsengang wäre dies möglich. Nach den jetzigen Plänen ist die Sparte künftig neben dem Anlagenbau und dem Autozuliefergeschäft Teil des neuen Industriegüterunternehmens, das Thyssenkrupp wie auch das Werkstoffgeschäft an die Börse bringen will.

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